Nine Eleven und die Medien

Nine Eleven und die Medien
von Madeleine Stäubli-Roduner

Die Terroranschläge von New York bilden eine historische Zäsur mit gigantischen weltweiten Folgen; zu diesen gehören Kriege, Völkerrechtsverbrechen und grosses menschliches Leid. Diese Folgen wären nicht denkbar ohne die Medien. Denn sie leisten die Hauptarbeit, damit dieses singuläre Geschehen überhaupt seine komplexe Wirkung entfalten konnte: Die Medien bildeten das Narrativ.
Narrativ – Diesen Fachbegriff habe ich einst vorwiegend in der Germanistik angetroffen. Heute, so schrieb kürzlich Historiker Georg Kreis in der Aargauer Zeitung, sei „Narrativ“ zum Modewort geworden. Narrativ stehe für Erzählung, Darstellung, Begründung oder Rechtfertigung. Heute werde der Begriff immer öfter verwendet, was illustriere, dass man bevorzugt Geschichten verwendet, „die einleuchtenden Sinn offenbaren und darum mehr leisten als gewöhnliche argumentative Plädoyers, weil sie mit einer einleuchten Erzählung zu überzeugen versuchen“. Dieses Geschichten-Erzählen namens Storytelling wird immer stärker von Werbung und Marketing eingesetzt, da Geschichten so eingängig sind und vom Gehirn besser vernetzt werden. Und dieses Storytelling ist zentraler Mechanismus der Medien, die uns seit Nine Eleven den Terrorismus „erzählen“.
Und damit sind wir mitten im Thema, stehen nochmals vor den 3 eingestürzten Türmen in New York und fragen: Wie genau hat sich damals das Narrativ von den fliegenden Islamisten durchgesetzt? Welche Mechanismen spielen bis heute, dass die ganz anderen Nine Eleven-Narrative nie in den Medien erzählt werden – etwa die Story von den 3 baufälligen, gesprengten Türmen oder die Story vom gigantischen Defizit des Pentagons, die tags darauf übertönt wurde von den Anschlägen und vom ausgerufenen „War on Terror“?
Wenn wir uns abwenden von den grossen Medien, welchen „alternativen“ Medien können wir trauen? Und haben wir eine Chance, dass das „wahre Narrativ“ von Nine Eleven je in Mainstream-Medien erscheinen wird?

1. Die medialen Wirkungsmechanismen am 11.9.
In den allerersten TV-Live-Berichten über den ersten Einschlag im World Trade Center von New York, um etwa 8.55, berichtete etwa Don Dahler, Korrespondent bei ABC, am Telefon: „The sound of the plane was not a jet, it could have been a missile as well.“ –Er mutmasste, vielleicht sei ein Marschflugkörper ins WTC gestürzt.
Auch nach dem zweiten Einschlag war das Narrativ der fliegenden Islamisten noch nicht installiert. So berichtete etwa NBC-Reporter Pat Dawson um 11.56, der Brandschutzchef der New Yorker Feuerwehr, Albert Perry, habe ihm eben erzählt, es habe im Turm Explosionen gegeben und es müssten dazu Apparaturen im Gebäude platziert worden sein.
Am Abend des 11.9. zweifelten Reporter in der ZDF-Sendung „Heute“ die alleinige Täterschaft von 19 Männern mit Messern an und sagten: Eine solche Attacke könne nur mit Komplizen im eigenen Land durchgeführt werden.
Aber dann kam die Story von CNN-Reporterin Barbara Olson. Ihre telefonisch übermittelte Geschichte aus dem entführten und ins Pentagon gesteuerten Flugzeug wurde in der Nacht auf den 12. September von CNN lanciert und um die Welt geschickt. Das Nine Eleven-Narrativ war geboren. Sein Mechanismus ist höchst raffiniert:
Die Story ist simpel, emotional, identitätsstiftend. Sie kommt aus dem Mund einer Frau, einer Medien-Autorität. Ihre Glaubwürdigkeit wird unterstützt durch ihren Mann Ted Olson, einen Bundesstaatsanwalt, dessen Tagesgeschäft die Wahrheit sein sollte. Die Story wird von Autoritäten bekräftigt und mit Bildmaterial visuell verstärkt.
Die Story schlägt ein. Sie wird nicht mehr beeinträchtigt durch die Frage nach der technischen Machbarkeit solcher Anrufe oder durch Ted Olsons nachträgliche Korrekturen seiner Version oder durch sein späteres Statement, er könne sich eine unendliche Anzahl von Situationen vorstellen, in denen es für die Regierung legitim sei, die Öffentlichkeit zu belügen.
Die Olson-Story wird auch nicht beeinträchtigt durch das Eingeständnis des FBI im Prozess gegen den „20. Attentäter“ Zacarias Moussaoui im Jahr 2006. In diesem Prozess erklärt das FBI, es habe bloss einen einzigen Anruf von Barbara

Olson aus dem entführten Flugzeug gegeben – und dieser Anruf habe „0 Sekunden“ gedauert. Die Medien berichtigen nichts mehr.
Diese Mechanismen einer simplen, emotionalen Story wirken in späteren Attentaten mit ähnlichem Narrativ wieder und wieder. Da nun die Wiedererkennung spielt, haben es die Geschichtenerzähler noch einfacher: In den ersten Artikeln etwa über die Detonation am Flughafen Brüssel im März 2016 reichen die Versatzstücke: Bomben, arabisch sprechende Männer, IS. Schon steht die Story samt Schuldigen. Ohne Beweissuche, ohne Untersuchung, ohne Anklage. Jeder kriminaltechnisch geschulte Mensch müsste angesichts dieser medialen Darstellung Einspruch erheben. Wo sind die aufmerksamen Profiler und Kriminalisten, die Fragen stellen?
Wenn das dominante Narrativ steht, wird es weltweit in allen Kanälen den Konsumenten durch unendliche Wiederholung eingetrichtert – bis es wahr scheint. Was nicht mehr hineinpasst, wird weggedrängt, gilt als unwahr. Das dominante Narrativ ist wie ein Fluss, der alles mitreisst und jeden Widerstand über- und unterspült.
Ohnehin traut sich kaum einer mehr, eine andere Geschichte zu erzählen. Nur wenige scheren noch aus. Wie etwa WTC-Nordturm-Hauswart und Mehrfachretter William Rodriguez, der kurz nach dem 11. September 2001 einem CBS-Fernsehteam zuhause von einer Explosion berichtete, die sich VOR dem Flugzeugeinschlag in den untersten Stockwerken ereignete. Und von einem brandverletzten Mann, der von unten kam. Aber das Interview mit Rodriguez erschien nie. Seine Klage gegen Bush wegen Verschwörung wurde abgewiesen. Der Held wurde zum Buhmann.
In vielen schlimmeren Fällen wurden und werden solche Menschen nicht nur diffamiert, sondern mittels „Unfällen“ oder „Suiziden“ ganz zum Schweigen gebracht. Gleichzeitig gibt es für alle kritischen Fragesteller klare Drohungen von Regierungsseite: George W. Bush sagte: „Don’t let us tolerate conspiracy theories.“ Der britische Premier David Cameron sagte: „Ihr seid mit uns oder mit den Terroristen.“

2. Die medien-internen Mechanismen bis heute
Am Anfang und Ende der Abwehr gegen alles, was das offizielle Narrativ in Frage stellt, steht der Begriff Verschwörungstheorie. Der Begriff findet heute auffälligerweise inflationäre Verwendung – daher wird seine einst scharfe Klinge stumpfer.
Was ist überhaupt eine Verschwörung? Eine Verschwörung ist laut Wikipedia „ein sich Verbünden von Personen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen“, vor allem den Sturz der Herrschenden. Lateinisch „coniuratio“ heisst Komplott, Landesverrat und bedeutet die Verbindung von Personen durch Schwur zu etwas Üblem gegen eine Obergewalt.
Eine Verschwörungstheorie ist laut Wikipedia „jeder Versuch, ein Ereignis durch das konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen Zweck zu erklären“. In der Weltgeschichte gibt es unzählige solcher Absprachen; auch die offizielle Nine Eleven-Version ist eine Verschwörungstheorie, die Theorie einer Verschwörung von 19 Attentätern gegen die USA. Trotzdem hält Wikipedia fest: „Der Begriff Verschwörungstheorie wird zumeist kritisch oder abwertend verwendet.“ Warum denn eigentlich abwertend? Weil die Akteure das so wollen, weil die Bezeichnung „Verschwörungstheorie“ als psychologisch raffinierter Kampfbegriff seit dem Kennedy-Mord im Jahr 1963 alle Kritiker der offiziellen (Einzeltäter)-Version zu Narren und Spinnern erklärt.
Auch Kritiker der offiziellen Version von Nine Eleven werden umgehend und automatisch als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Als ich vor zwei Jahren die Dimension der Nine Eleven-Täuschung für mich allein erkannte, verfasste ich in einer rund 80-stündigen Recherche ein 50-Seiten-Dossier und schickte es zahlreichen Journalisten-Kollegen aller Hierarchiestufen, an einen MAZ-Dozenten und an den Tagi-Ombudsmann, da der Tagi meinen Kommentar blockiert hatte. Das Echo: nahe bei Null. Der Tagi-Ombudsmann räumte immerhin per Mail ein, dass die Kriterien für die Veröffentlichung von Kommentaren intransparent seien und die Hintergründe der Anschläge viele Fragen aufwerfen würden. Ich erzählte auch einem SRF-Produktionschef von Gebäude WTC 7, das am 11.9.2001 um 17.20 Uhr ohne Flugzeug- oder Trümmereinschlag innert 7 Sekunden total symmetrisch in den eigenen Grundriss kollabierte. Er fragte bloss: Was ist jetzt deine These? Und wie willst du das beweisen? Das wars.

Ein eigentlich differenziert denkender Journalist schrieb mir zurück:
„Ich habe Dein Dossier noch nicht eingehend studiert. Grundsätzlich aber ist mein Eindruck, dass von all den Stimmen, die Kritik an der offiziellen Version geäussert haben, bislang nie handfeste Beweise vorgelegt werden konnten, die auf einen komplett anderen Hergang der Ereignisse hindeuten. Stattdessen werden die wildesten Verschwörungstheorien entwickelt, die ziemlich abwegig sind. Sehr eingehend habe ich mich aber nicht mit der Materie befasst.“
Das war im Jahr 2014. Es ist der gleiche Kollege, der im Jahr 2011 im Tages-Anzeiger einen Artikel über Stefan Schärs neue Website 911untersuchen.ch und deren prominente Unterzeichner geschrieben hatte.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schweizer-Politiker-misstrauen-der-offiziellen-Version-zu-911/story/14904636
Diesen Artikel hat Andreas Bertram-Weiss, Mitglied des Schweizer Vereins AE911truth, einer Textanalyse unterzogen.
http://www.freierfall.ch/tag/david-vonplon/
Die Analyse des Tagi-Artikels zeigt: Sprache ist eine mächtige Waffe.
Was sind die Merkmale dieses Artikels?
1. Der Artikel verstösst gegen die eigenen ethischen Standards, indem Kritiker der offiziellen Version nicht mit ihren besten Argumenten zitiert werden.
2. Sie werden vielmehr abgewertet, durch zigfache Wiederholung des Begriffs „Verschwörung“, sie werden marginalisiert als „Galionsfiguren“ und pathologisiert mit dem Etikett „paranoider Unsinn“ und „krud“.
3. Ihre Argumente werden entwertet, verkürzt oder verzerrt dargestellt.
4. Der Artikel zitiert kommentarlos falsche Behauptungen Dritter
5. Essenzielle Argumente wie den Einsturz von WTC7 verschweigt der Text.
Fazit: Kritiker der offiziellen Version haben keine Chance auf eine faire Darstellung.

Warum schreiben überlegte Journalisten solche Artikel? Ist es Zeitdruck, Systemblindheit, Konformitätsdruck, Opportunismus?
In der Handelszeitung habe ich die ungeschriebenen Gesetze der Branche kennengelernt. Ohne grosse Worte und wenig explizit werden da Themen gepusht oder abgelehnt. Ein Stirnrunzeln genügt– und eine Idee ist vom Tisch. Geht ein Redaktor zu weit, wird er notfalls gröber ausgebremst. Ein Kollege hatte einen Artikel über den Einfluss des Zürcher Clubs zum Rennweg geschrieben. Der Artikel war bereits korrigiert im Layout, als der Chefredaktor ihn abends las – und kurzerhand umschrieb.
Das war bezeichnend für die brancheninternen Mechanismen. Denn die Verflechtungen der Medienchefs mit führenden Wirtschaftsleuten wirken stark. Im etwas weniger bekannten Zürcher Club „Entrepreneurs‘ Roundtable“ treffen sich die Spitzen von Schweizer Medien, Banken und Konzernen mehrmals jährlich in exklusiven Zusammenkünften. Frauen sind nicht zugelassen; wer Informationen weiterreicht, wird gebüsst. Da fischen also beispielsweise die Bankenchefs Boris (Collardi, Bär) und Eric (Sarasin) mit Medienbossen wie Roger (Köppel, Weltwoche) und Pietro (Supino, Tagi) in Schweden Lachse oder spielen im Wald zusammen Paintball. Wer erwartet von ihren Medien noch investigativen Journalismus?
Die Missstände haben sich in den vergangenen zwei Jahren zugespitzt. Die Attentate häuften sich. Die geopolitische Propaganda wurde schriller. Der Feind Islamismus und der Feind Russland wurden bis zur Unkenntlichkeit karikiert und dämonisiert. Dies analysiert etwa die ausgezeichnete Plattform swisspropaganda.wordpress.com
Der Betreiber des Portals swisspropaganda.wordpress.com hat in den Jahren 2014/2015 während je eines Monats 99 NZZ-Berichte zur Ukraine-Krise und 34 NZZ-Artikel zum Syrien-Krieg analysiert und anhand eines Modells der Historikerin Anne Morelli, Autorin des Buchs „Die Prinzipien der Kriegspropaganda, auf Muster von Kriegspropaganda ausgewertet.
Zu den zehn Prinzipien der Kriegspropaganda gehören Haltungen wie:
Der Gegner allein ist für den Krieg verantwortlich. Wir verteidigen ein edles Ziel und keine persönlichen Interessen. Der Feind begeht wissentlich Grausamkeiten, wenn wir Fehler machen, geschieht dies unbeabsichtigt. Der

Feind benutzt unerlaubte Waffen. Anerkannte Kulturträger und Wissenschaftler unterstützen unser Anliegen. Unser Anliegen hat etwas Heiliges. Wer unsere Propaganda in Zweifel zieht, arbeitet für den Feind und ist damit ein Verräter. Etc.
Das Fazit der Medienanalyse am Beispiel NZZ ist erschütternd: Die NZZ verbreitet zu 89% Propaganda der Konfliktpartei USA/Nato. Gastkommentare geben fast ausschliesslich diese Sicht wieder. Die Berichterstattung ist insgesamt einseitig, selektiv-unkritisch und wenig objektiv.
Angesichts dieser systematischen Propaganda findet eine schleichende psychologische Manipulation der Massen statt: Unsere Wahrnehmung von der Umwelt wird neu programmiert. Derartige Manipulationen analysierte die US-amerikanische Psychologin Margaret Singer (1921-2003), die zu Psychokulten forschte. Sie schrieb: „Gehirnwäsche ist die nicht sichtbare soziale Anpassung.“
Es wird uns also eine Version der Wirklichkeit präsentiert, die wir zu akzeptieren haben. Oder auch nicht. Wer nämlich diese Muster, zumindest in Teilen, durchschaut, für den sind die Medien nicht länger Referenzwerte. Und nicht mehr Verkünder der Realität, auf die wir uns beziehen könnten.
Nun sind wir aber auf uns selber geworfen, es gibt keine Autorität mehr, die die echte Realität vermittelt und einordnet. Wenn die Medienchefs sogar Philosophen, Think Tanks, NGOs und Schriftsteller vor ihren Propaganda-Karren spannen, geht für uns die Glaubwürdigkeit der Medien und ihrer „Experten“ verloren. Dieser Vertrauensverlust ist verheerend für eine „freie“ Gesellschaft.
Unsere Medienwelt hat totalitäre Tendenzen angenommen. Die regierungsnahen und mächtigen Akteure schaffen selber Realitäten – wie etwa Nine Eleven – und analysieren sie via kontrollierte Massenmedien gleich selber. Die Medien sind Teil des Polit- und Wirtschafts-Establishments. Sie holen als dessen Komplizen die Narrative in Roundtables und Netzwerken ein und platzieren sie weltweit. Dabei pachten sie allein die Deutungshoheit, und ihr Meinungskorridor wird immer enger.
Diese Entwicklung ist einerseits schleichend und bereits über Jahrzehnte entstanden. Andererseits mit einem Knall, einem Trauma – das ist Nine Eleven.

3. Alternative Medien – ihre Tücken, ihre Chancen
Haben wir denn überhaupt eine Chance, die wahren Fakten je in den Mainstream-Medien zu vernehmen? 15 Jahre nach Nine Eleven scheint dies schwieriger denn je. Zwei unerfreuliche Indizien dafür:
Erstens: Der Teil-Aufstand des Publikums gegen die Propaganda in Form von Online-Kommentaren wird oft abgewürgt, als Angriff von Trollen lächerlich gemacht oder schlicht ignoriert. Jeder Chefredaktor, der diesen Publikums-Aufstand ernst nehmen würde, müsste die moralische Bankrotterklärung des Journalismus einräumen. Das geschieht aber nicht. Viele Leute in Machtpositionen müssten die Täuschung erkannt haben, reagieren aber nicht.
Zweitens: Die regierungsnahen Akteure haben das Narrativ perfektioniert. Mit ihren simplen Geschichten von Gut und Böse lotsen sie Leser auf die Denkautobahn – wie ich das nenne. Dort läuft es glatt, alles ist klar definiert: das Attentat, die toten Islamisten-Bösewichte und ihr antiwestliches Motiv, ihre Opfer, ein tragischer Held und die Konsequenz wie Überwachung der Bevölkerung. Wer einmal auf diese Denkautobahn eingeschwenkt ist, will sie nicht mehr verlassen.
Die kritischen Fragesteller müssen viel mehr Denkarbeit leisten. Sie bewegen sich auf Nebenstrassen, die über holprige Umwege vielleicht zu den „wahren“ Fakten führen:
Denn sie müssen (wenn sie das denn wollen):
Zeitintensiv recherchieren: Boston, das Schulmassaker von Sandy Hook, Paris I und II, Brüssel, Orlando, Nizza, Flugzeugabstürze usw und dabei allfällige Differenzen untereinander stehen lassen
Die Desinformationen in Wort und Bild sauber belegen
Komplexe Faktenlagen recherchieren, auch in Bezug auf andere geopolitisch bedeutsame Themen (zB Technologien, Klima, Raumfahrt, Medizin)
Sich dabei differenziert abgrenzen von Extremisten auf allen Seiten
Und die Kontrollierte Opposition erkennen.

Was ist die Kontrollierte Opposition? Die regierungsnahen Akteure haben längst eigene Leute in die öffentliche Debatte eingeschleust, die vermeintlich staatskritisch auftreten, jedoch gezielt lügen oder Wahrheiten weglassen. Sehr befremdlich wirkt der offizielle Verschwörungstheoretiker Alex Jones mit seiner Infowars-Millionen-Show. Und es gibt manche andere…

Wer gehört zu dieser Controlled Opposition? Die Informanten- Desinformanten-Lage ist unübersichtlich. Wer hat welchen Auftrag? Wer ist noch glaubwürdig? Die Konkurrenz der Narrative überfordert uns.
Historiker Kreis schreibt: „… Es läuft heute ein Wettbewerb unter mehreren Narrativen. Aus dieser Konkurrenz wird aber nicht zwingend das richtige Narrativ dominieren, sondern dasjenige, das mit der grösseren Überzeugung vorgebracht und angenommen wird.“
4. Neue Perspektiven
Das ist die Chance von Kritikern der offiziellen Verschwörungsversion von Nine Eleven: Sie sollen ihr Narrativ der 3 wissenschaftlich nachweisbar gesprengten WTC weiterhin hartnäckig und mit Überzeugung vorbringen, wie es auch Historiker Daniele Ganser und Architekt Richard Gage seit Jahren tun. Ihre Chancen auf den Durchbruch steigen. Denn das prowestliche Narrativ wird überstrapaziert und verkommt zur Karikatur seiner selbst. Es ist weit über Nine Eleven hinaus so offensichtlich einseitig und die Mainstreammedien so unglaubwürdig geworden, dass sie ihre Leser zunehmend verlieren.
Dieser Prozess sei irreversibel, sagt der deutsche Politikwissenschaftler Ulrich Teusch. Er ruft in seinem neuen Buch „Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten“ dazu auf, sich von den Meinungsmachern zu distanzieren, da sie wichtige Fakten willkürlich interpretieren und zur Destabilisierung der Gesellschaft beitragen.
Teusch schlägt vor: „Wir bräuchten ein reformiertes öffentlich-rechtliches System aus Print- und elektronischen Medien, das der Gesellschaft gehört und das alle Gruppen abbildet. Es müsste unabhängig sein, also ohne Werbung, Parteieneinfluss und Staatsnähe.“

Das tönt idealistisch. Aber es gibt Ansätze: Die US-amerikanische FBI-Whistleblowerin, Übersetzerin und Autorin Sibel Edmonds zB betreibt ein crowdfinanziertes Online-News-Portal, genannt Newsbud, mit 1330 zahlenden Unterstützern und aktiv auf allen Social Media und Youtube.

Und folgende Schritte bieten sich an:
– Sich mit allen Medienberichten kritisch-konstruktiv auseinandersetzen
– die Kritik an Mainstreammedien in Kommentaren und Briefen anbringen
– eigene Erkenntnisse auf Facebook, Twitter, Instagram einbringen
– Ein crowdfinanziertes Portal wie Newsbud in der Schweiz einrichten oder Portale wie Infosperber finanziell unterstützen
– via Alternativmedien integre Journalisten oder Aktivisten unterstützen
– Auf die Missstände am Arbeitsplatz, in Vereinen, an Schulen aufmerksam machen
– Alternative Medien sind etwa infosperber.ch, nachdenkseiten.de, globalresearch.ca oder die Websites von Sibel Edmonds, James Corbett, Paul C. Roberts
– Wichtige Informationsquellen sind Bücher! Beispiele: Daniele Ganser, NATO-Geheimarmeen in Europa. Michael Meier, Das Ende der Behaglichkeit. Paul Schreyer, Mathias Bröckers, Wir sind die Guten.
– Gute Informationsquellen sind auch dokumentarische Filmbeiträge: Der Film Tomorrow-Demain berichtet von zukunftsweisenden Projekten, die an Orten wie etwa Detroit neue Perspektiven aufzeigen.
– Die Doku „Schweig, Verräter“ von John Spione, ausgestrahlt am 30.8.2016 auf arte, berichtet eindrücklich über die traurige Geschichte der US-Whistleblower John Kiriakou (CIA), Thomas Drake (NSA) und der Anwältin Jesselyn Radack.

Die Dimension der Täuschungen empfinde ich als sehr belastend. Ich wünsche allen kritischen Menschen Ermutigung, inspirierende Freundschaften und Erfolg für ihre aktivistischen Tätigkeiten. Und Humor. Denn man darf nicht vergessen: Die Ambitionen gewisser US-amerikanischer Institutionen sind überdimensioniert. So lautet etwa die Botschaft der NASA: Next Stop: Mars. Wie bitte? Man will in wenigen Jahren Menschen auf den Mars schicken? Wäre das etwa auch ein Fall für Verschwörungstheoretiker…?

Madeleine Stäubli-Roduner, Zürich, September 2016

[Dieser Vortrag wurde am 10. September 2016 in Bern gehalten.]

Informationsquellen und informative Alternativ-Medien
• Infosperber.ch
• swisspropaganda.wordpress.com
• Nachdenkseiten.de
• Globalresearch.ca
• Deutsche-wirtschafts-nachrichten.de
• boilingfrogspost.com mit Sibel Edmonds (Newsbud)
• corbettreport.com mit James Corbett
• paulcraigroberts.org mit Paul Craig Roberts
• Daniele Ganser, Nato-Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung, 2008
• Daniele Ganser, Europa im Erdölrausch, 2012
• Daniele Ganser, Illegale Kriege, 2016
• Michael Maier, Das Ende der Behaglichkeit, Wie die modernen Kriege Deutschland und Europa verändern, 2016
• Jürgen Roth, Der Stille Putsch, Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa uns unser Land unter den Nagel reisst, 2014
• Peter Scholl-Latour, Der Fluch der bösen Tat, Das Scheitern des Westens im Orient, 2014
• Mathias Bröckers, Paul Schreyer, Wir sind die Guten, 2016 (Medienmanipulation)
• Mike Lofgren, The Deep State, The Fall of the Constitution and the Rise of a Shadow Government, 2016 (Washington-Einblicke)
• Victoria Clark, Allies for Armageddon, 2007 (US-Christen, Israel-Krieg: Trigger für Endzeit)
• Ernst Wolff, Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs, 2014
• Carroll Quigley, Das Anglo-Amerikanische Establishment, 2016
• Film Tomorrow – Demain, von Mélanie Laurent und Cyril Dion. Alternative Ansätze in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft und Demokratie. Frankreich 2015
• Doku Arte (deutsch) «Schweig, Verräter» von John Spione, ausgestrahlt am 30. 8. 16 auf arte, über die US-Whistleblower John Kiriakou (CIA), Tom Drake (NSA) und Jesselyn Radack (Anwältin)

Pinochet-Zeitungsverleger angeklagt – Vorbild für Medien, die 9/11 verschleiern

Sie geschah gewaltsam am 11. September – 1973 -, die Machtübernahme General Pinochets in Chile mit Hilfe der CIA, bei der der demokratisch gewählte Präsident Salvador Allende getötet wurde bzw. sich selbst mit zwei Kugeln getötet haben soll. Nach fast 43 Jahren steht ein Mann vor Gericht, der diesen sog. „Staatsstreich“ und die Jahre der von den USA gewünschten Diktatur als Zeitungsverleger mit begleitet und gedeckt hat: Agustín Edwards Eastman.
Eine Menge Menschen braucht es als Journalisten, Anwälte, Wissenschaftler, Polizisten, Militärs, usw., die als Mitwisser und Helfershelfer den Apparat am Laufen halten.

Deklassifizierte Dokumente belegen nicht nur die Finanzierung aus den USA, sondern auch die Mitschuld an der Vertuschung von Verbrechen, wie dem Verschwindenlassen von Folteropfern.

Wenn sich das Blatt gewendet hat, dann werden die Namen vieler Täter und ihrer Mitwisser zu Tage treten. Dies gilt auch für den 11. September 2001. Die Verschleierung der Sprengung des World Trade Centers und der Planung des 11. Septembers als False Flag Attacke wird eines Tages überall bekannt sein.

Einige Namen, die dann auf der Liste veröffentlicht werden, dürften heute bereits in führenden Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehredaktionen zu finden sein.

Kritik an Kai Ruhserts Artikel „Kritik zum Vortrag von Dr. Daniele Ganser ‚Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001“‘

pdf-Download: Kritik an Kai Ruhserts Artikel „Kritik zum Vortrag von Dr. Daniele Ganser …“

Andreas Bertram-Weiss

Kai Ruhsert stellt in seinem Artikel folgende Behauptung auf:
Dr. Daniele Gansers argumentierte am 15.12.2014 bei seinem in Tübingen gehaltenen Vortrag „nicht immer wahrheitsgetreu“ und führte „sein Publikum im Hinblick auf den Einsturz eines World Trade Center- Gebäudes an der Nase herum“.

Beide Behauptungen Ruhserts, die sich einerseits auf die inhaltliche Wahrheit der Aussagen Gansers und zum anderen auf das Verhältnis des Redners zu seinen Zuhörern beziehen, sind Gegenstand dieser Untersuchung.

Im Folgenden werden im Teil 1 die Behauptungen Ruhsert auf ihre Argumente hin geprüft und diskutiert. Es zeigt sich dabei, dass die vorgebrachten Argumente nicht schlüssig sind, falsche Annahmen enthalten und die wichtigsten Quellen nicht berücksichtigen.

Im Teil 2 wird Ruhserts Artikel einer Stil- und Metaphernanalyse unterzogen und die Wertungen und Wirkungen von Ruhserts Artikels aufgezeigt. Ruhsert verwendet Bildworte aus dem Bereich der Unterhaltungskunst und der Psychiatrie. Inhalt und Sprachwahl lassen den Schluss zu, dass es Rusehrt auch um eine öffentliche Rufschädigung Gansers durch Unterstellung und dem Transport von Subtexten geht.

1. Überprüfung von Ruhserts Hauptthese

Ruhserts Hauptthese ist, dass Daniele Ganser „nicht immer wahrheitsgetreu“ argumentiere. Folgende Sätze seien „nachweislich falsch“:

1.1 Vor und nach 9/11 gab es keinen durch Brand verursachten Einsturz eines Hochhauses in Stahlrahmenbauweise.
Ruhsert: „Das entspricht ebenfalls nicht der Wahrheit“

1.2 Gebäude 7 ist mit der Beschleunigung des Freien Falls symmetrisch eingestürzt.

Ruhsert: „Er verbreitet auch noch das Gerücht, das gesamte Gebäude sei wie im freien Fall eingestürzt… Das Publikum soll glauben, das Gebäude sei symmetrisch eingestürzt.“

1.3 Die Forscher schlagen sich die Köpfe ein (womit von Daniele Ganser gemeint ist: Zwei wissenschaftliche Hypothesen werden unter Ingenieuren, Bautechnikern und Wissenschaftlern vertreten:

a) die offizielle Hypothese, dass die drei Gebäude des WTC nur aufgrund von Bränden in einem progressiven Einsturz völlig zerstört wurden, und b) die Hypothese der geplanten Sprengung wie bei einem Gebäudeabriss.
Ruhsert: „Die Zahl der zweifelnden Wissenschaftler ist in Wahrheit unbedeutend…. (Ganser:) ‚Ich bin ja einfach ein Schweizer Historiker, wenn es wirklich so ist, dass eine Sprengung vorliegt, bei WTC-7 an 9/11, dann müssen wir nochmal über die Bücher.‘ .. Das ist Daniele Gansers eigentliche Botschaft. Dieses Publikum glaubte ihm, obwohl kein einziges seiner Argumente einer Überprüfung standhält.“

Drei weitere von Ganser vorgebrachte Punkte führt Ruhsert an, die vom Faktum her eigentlich unstrittig sind, jedoch von Ruhsert verschieden interpretiert werden. Dazu zählen die fehlende Erwähnung des Einsturzes von WTC 7 im 9/11 Commission-Report, die Aussage des Besitzers und die vorzeitige Meldung der erfolgten Zerstörung von Gebäude 7 in der BBC. Auf diese Punkte wird in 1.4 kurz eingegangen.

1.1 Vor und nach 9/11 gab es keinen durch Brand verursachten Einsturz eines Hochhauses in Stahlrahmenbauweise

Ruhsert kritisiert, dass Daniele Ganser erwähnt, dass noch niemals ein Hochhaus in Stahlrahmenbauweise durch Brand eingestürzt sei.
Ruhsert meint dazu: „Das entspricht (ebenfalls) nicht der Wahrheit.“

Ganser stützt sich bei seiner Aussage als Historiker auf technische Experten. Er führt einen Filmausschnitt vor aus dem Film „Experts speak out“ von „Architects & Engineers for 911Truth“ (AE911truth.org). In dem Film präsentieren eine Vielzahl von Ingenieuren, Architekten und Wissenschaftlern ihre Ergebnisse, die beweisen, dass die drei Gebäude des WTC an 9/11 durch Sprengungen zerstört wurden.

Ruhsert bezeichnet zweimal die im Film gezeigten Hochhausarchitekten und Ingenieure in seinem Text als „angebliche Experten“.
Warum er ihren Status als Experten nicht anerkennt und sie mit „angeblich“ bezeichnet, führt Ruhsert nicht näher aus. Die Qualifikation der Fachleute kann bei AE911Truth.org öffentlich überprüft werden, da die Lizenznummern überprüft und bei der Unterschriftenliste angegeben sind. Wenn Ruhsert von „angeblich“ spricht, dann möchte er damit ihre Qualifikation abschwächen, wie z.B. die von Daniel Barnum einem Hochhausarchitekten mit über 40jähriger Erfahrung, der mit dem Fellow of American Institute of Architects FAIA ausgezeichnet ist.

Methodisch interessant ist: Ruhsert lässt nun diesen Teil in seiner Kritik aus, statt sich mit ihnen und ihren Argumenten gerade kritisch auseinanderzusetzen.
Er nimmt auch nicht ihre Aussagen auf, zitiert oder transkribiert sie. Dass er sie in seinem Text nicht zu Wort kommen lässt, begründet er auch nicht.
Doch bilden diese Experten das fachliche Kernstück in dem von Ruhsert kritisierten Teil des Vortrags von Daniele Ganser.
Schauen wir darum auf den Inhalt des Filmausschnitts, den Ruhsert wegfallen lässt:

– Scott Grainger (forensischer Brandschutz-Ingenieur) sagt gleich zu Beginn: „Highrise Buildings simply do not collapse due to fire“ (Hochhausgebäude stürzen einfach nicht aufgrund von Bränden ein).
– Darauf wird der von British Steel in Auftrag gegebene grösste wissenschaftliche Gebäude-Brandtest der Geschichte an dem Worcester Polytechnic Institute gezeigt. Prof. Dr. Jonathan Barnett erläutert, dass bei dem Brandtest die Träger sich langsam senkten, und schon gar nicht wie beim WTC 7 plötzlich nachgaben, oder gar einstürzten. Auch sind Bürobrände nicht heiss genug, um Stahl zum Schmelzen zu bringen, wie es Stahlproben vom WTC 7 zeigen.WTC_apndxC_img_2
Prof. Barnett hatte Stahlproben vom WTC 7 analysiert, von denen im FEMA-Bericht 2002 im Appendix C Bilder zu sehen sind, die den Stahl mit Löchern „wie ein Schweizer Käse“ zeigen, der extrem gedünnt war und mit Schwefel reagiert hatte. (Dies war als Beobachtung ein Rätsel für einen Gebäudebrand, das bei der Untersuchung nicht aufgenommen und im WTC7-Report nicht erwähnt wurde.)
– Leslie Young (Hochhausarchitekt und Feuerwehrmann) erläuterte, dass er als aktiver Feuerwehrmann gelernt habe, dass aufgrund der Brandschutzvorschriften beim Hochhausbau man niemals, wenn man bei Brand in ein Hochhaus geht, Angst haben müsste, dass es einstürzt.
– Joel Miller (Hochhausarchitekt) verweist auf das 38-stöckige Meridian Bank Gebäude, das 1991 über 18 Stunden brannte und nicht einstürzte.
– In dem Filmausschnitt ist (in 1:05:44-50) der Einsturz im Modell des National Institute of Standards and Technology (NIST) zu sehen, wie erst das Penthouse sich absenkt, dann die Ostseite von WTC 7 nach innen nach Westen kippt und die Nordfassade nicht symmetrisch nach unten geht, sondern sich verformt (im Gegensatz zu den Filmaufnahmen von WTC 7!).
– Der Maschinenbauingenieur Tony Szamboti erklärt, dass die Brände weiterwanderten (etwa alle 20 min), und im Moment, als WTC 7 einstürzte, an der entsprechenden Stelle gar nicht so heiß gewesen sein können, wie NIST dies behauptete.
– Daniel Barnum (FAIA) hat als Hochhausarchitekt in Houston mehrere Wolkenkratzer gebaut. Er sagt, dass die kleinen Brände von WTC 7 nicht einen solchen Einsturz eines Stahlrahmenhochhauses auslösen können, wie wenn ein Gebäude implodiert.

Dies ist der Filmausschnitt, den Ruhsert mitsamt der Experten auslässt.
Die Aussage, die auch in der Sequenz zu Beginn und danach vertreten wird, ist:
Nie ist vor und nach 9/11 ein Hochhaus in Stahlrahmenbauweise durch Brand eingestürzt.

Ruhsert behauptet nun, dies sei nicht wahr.
Dabei verkürzt und verdreht Ruhsert in seinem Text die Aussage zu der simplen Behauptung: „Ein Stahlgebäude könne durch Feuer nicht zum Einsturz gebracht werden“.
Ruhsert lässt also den für 9/11 wichtigen Bezug zu Hochhäusern wegfallen. Stattdessen baut er ein Pappkameraden-Argument auf und führt als Beispiele Brände in einfachen Gebäuden wie Lagerhallen und Grundschulen an, die zwar auch Stahlträger enthielten, aber nicht die typische Stahlskelettbauweise mit Brandschutz von Hochhäusern aufwiesen.
Die folgenden Beispiele, die Ruhsert als Vergleiche anführt, sind gar nicht mit den Hochhausgebäuden vom World Trade Center vergleichbar.

– Ruhsert nennt den Brand vom McCormickPlace als Beispiel. Zum einen ist es kein Hochhaus, sondern eher vom Bautyp eine Lagerhalle, wie man auf dem Foto und in der Untersuchung sehr gut sehen kann: http://911research.wtc7.net/wtc/analysis/compare/mccormick.html
Zudem ist diese Messehalle nicht völlig eingestürzt, da die Aussenwände stehenblieben.
Nur das weit gespannte Dach, dessen Träger zudem nicht isoliert waren, knickte ein. Im Unterschied dazu sind alle drei WTC-Hochhäuser in Stahlskelettbauweise komplett eingestürzt. Dies ist und bleibt ohne Analogie.
– Das weitere Beispiel eines Dachs einer Fabrik in Brackenridge im Jahr 1991. Es handelte sich dabei weder um ein Hochhaus und stürzte auch nicht völlig ein. Zudem war es nicht brandgeschützt und von daher nicht als Vergleich geeignet.
https://www.usfa.fema.gov/downloads/pdf/publications/TR-061.pdf
– Auch eine einstöckige Grundschule in Virginia ohne Brandschutzwände und Sprinkler ist nicht mit dem WTC vergleichbar.
– Der weiterer Vergleichspunkt ist genauso wenig geeignet: Ruhsert führt das One New York Plaza an, um zu zeigen, dass es bei Hochhäusern zu Brüchen der Trägerverbindungen kommen kann. Das One New York Plaza brannte 1970 für 6 Stunden in den oberen Stockwerken, aber es stürzte nicht ein. Dass es bei einem sechsstündigen Brand nicht mal zu einem Stockwerkversagen kam, sondern nur die Träger durchhingen und es zu dem ein oder anderen Verbindungsbruch kam, mag sein, aber die Konstruktion hielt.

Also meint Ruhsert wirklich, dass wenn irgendwann in einem Hochhaus wie in dem One New York Plaza ein gebrochener Bolzen zu finden war, deshalb gleichzeitig alle Verbindungen wegfallen könnten und ein Hochhaus in den freien Fall übergeht? Ruhsert versucht mit einem „pars pro toto“-Argument es als „plausibel“ darzustellen, dass ein Verbindungsstück eine ganze „Versagenskette“ auslösen könnte. Das ist grotesk, weil es keine Analogien gab und nicht gibt.
Wie die wissenschaftlichen Brandversuche vom WPI zeigten, ist ein plötzlicher Einsturz wie von WTC 7 auch bei einem Versagen von Verbindungsstücken ausgeschlossen.
Selbst wenn es zu einem Versagen von Trägern kommen sollte, dann kommt dies aufgrund der Kräfteverschiebungen, Stauchungen usw. zu einer allmählichen Verformung oder einem teilweisen Bruch der Stockwerkdecken.
Ruhsert sollte deshalb auch darauf bestehen, dass die entsprechende Simulation von NIST und deren Daten dazu gänzlich veröffentlicht werden.

Beyond-Misinformation-2015-43Das Modell stimmt nicht mit den Beobachtungen zum Einsturz von WTC 7 überein, und es endet vorzeitig kurz nach Einsturzbeginn. Warum?
Die Eingabedaten werden von NIST geheim gehalten mit dem wtc7-freefallArgument, dass die Veröffentlichung sonst die öffentliche Sicherheit gefährden. Dass Architekten und Bauingenieure die Gründe kennen sollten, warum Gebäude einstürzen können, scheint dabei nicht zu interessieren.

Daniele Ganser betont, dass er als Historiker die Auskunft von Experten wie von AE911Truth.org aufnimmt, und meint, wenn sie Recht haben, dass das WTC 7 gesprengt wurde, „dann müssen wir nochmal über die Bücher.“
Ruhsert hakt auch da bei Ganser ein und behauptet, dass „kein einziges seiner Argumente der Überprüfung standhält“.
Bei dem Argument, dass das WTC 7 das erste Hochhaus in Stahlrahmenbauweise war, das angeblich aufgrund von Bränden einstürzte, bleibt Ruhsert schon den Nachweis schuldig. Er schiebt ein Pappkameraden-Argument ein, das die obige Behauptung nicht widerlegt.
Auch der jüngste Grossbrand in der Silvesternacht des 63-stöckigen Hotels in Dubai, bei dem auch das Gebäude stehen blieb, ändert daran nichts: http://edition.cnn.com/2015/12/31/middleeast/dubai-address-hotel-fire/index.html
Selbst die US-Regierungsbehörde NIST stellt fest:

“The collapse of WTC 7 is the first known instance of a tall building brought down primarily by uncontrolled fires.”

[Der Einsturz des WTC 7 ist der erste bekannte Fall eines Hochhauses, das hauptsächlich durch unkontrollierte Brände zum Einsturz gebracht wurde.]

http://www.nist.gov/el/disasterstudies/wtc/faqs_wtc7.cfm

1.2 WTC 7 ist mit der Beschleunigung des Freien Falls symmetrisch eingestürzt

Ganser „verbreitet auch noch das Gerücht, das gesamte Gebäude sei wie im Freien Fall eingestürzt. (Diese Frage ist wichtig, weil freier Fall physikalisch unmöglich ist, wenn ein Teil der Fallenergie in Zerstörungsarbeit umgesetzt werden muss).“

Ruhsert versucht mit dieser Aussage die Tatsache, das WTC 7 sei im Freien Fall und symmetrisch eingestürzt, zu widerlegen, zu leugnen oder als falsch darzustellen.
Prüfen wir die Argumente und das Vorgehen.

Ruhsert lässt den freien Fall von WTC 7, wie er auch von NIST für 2,25 sec zugegeben wurde, komplett aus. Er nimmt diese Messung offenbar nicht zur Kenntnis, oder er lässt es für sich nicht als „freien Fall“ gelten. Ruhsert versucht damit den Lesern offenbar seinen subjektiven Fehlschluss aufzubinden, der aus persönlichem Unglauben erfolgt und damit argumentiert. dass „freier Fall physikalisch unmöglich ist“. Warum bezieht Ruhsert die Messungen des freien Falls nicht mit ein?

Beyond-Misinformation-2015-42Der Physiker David Chandler hatte den Freien Fall von WTC 7 an einer Ecke der Fassade festgestellt und die Regierungsbehörde NIST damit in einem Hearing vor der Erstellung des Schlussberichtes konfrontiert. NIST maß darauf auch den freien Fall in der Mitte der Dachkante von WTC7 und bestätigte ihn im Abschlussbericht zu WTC 7 (NCSTAR 1-9 12.5.3 auf S.602f und Figure 12- 77; vgl. http://www.nist.gov/customcf/get_pdf.cfm?pub_id=861611).
Es gibt zwei unabhängige Messungen, wobei eine sogar im offiziellen Bericht enthalten ist, die zum gleichen Ergebnis kommen.

freierfallwtc7NIST hat jedoch dieses Phänomen nicht erklärt, sondern es in ein längeres Zeitintervall eingebettet, das mit dem scheinbaren Wackeln der Dachkante beginnt, so dass ihre ursprünglich Zeitmessung aufrecht erhalten blieb. Damit versuchte NIST, den gemessenen Freien Fall durch ein größeres Zeitfenster zu vertuschen und zu nivellieren.
Ähnlich wie NIST nimmt nun Ruhsert eine verlängerte Messdauer des Einsturzes. Statt den Fall des Gebäudes mit der Bewegung der Dachkante beginnen zu lassen, möchte er mit NIST die Implosion im Inneren mit der Bewegung des Penthouses als Beginn der Zerstörung von WTC 7 sehen.
Die tatsächlich erfolgte Beschleunigung der Dachkante im freien Fall über 30 Meter innerhalb von 2,25 Sekunden lässt Ruhsert nun dabei ganz weg.Beyond-Misinformation-2015-20

Ruhsert behauptet einfach, ein freier Fall sei „physikalisch unmöglich“ !
Die gemessene Beschleunigung des freien Falls bedingt, dass alle Säulen, d.h. Kernsäulen wie Aussensäulen, d.h. also zumindest die Aussensäulen der sichtbaren Fassaden im Norden, Westen und Osten, zugleich mindestens auf einer Höhe von 8 Stockwerken simultan entfernt werden mussten, damit der Fall über 30 Meter ohne resultierende Widerstandskraft eintreten kann.
Nun hat sich wissenschaftlich gesehen die Hypothese und die darauf basierende Theorie nach den Beobachtungen zu richten. Ruhsert möchte die bestätigte Beobachtung, dass es einen freien Fall über 30 Meter gab, weglassen, weil sie nicht zu seiner Theorie passt. Und doch schreibt er etwas weiter, dass „die Außenwand … für einige Sekunden tatsächlich eine Beschleunigung wie im freien Fall erreichte.“

girderwalk1bWie erklärt nun Ruhsert, wie dieses physikalische symmetrische Wunder ohne resultierenden Widerstand bei mehrere Stahlsäulen, die das Gebäude tragen, mittels eines „progressiven Einsturz“ von statten geht, da dort immer Widerstand auftritt?
Ruhsert argumentiert mit der offiziellen Messung von NIST, bei der der Einsturz des östlichen Penthouse mit dazu gerechnet wurde, und die Dachkante sich erst über Sekunden gar nicht bewegte, und dann abrupt ihr Einsturz in 6,5 Sekunden erfolgte.
Ruhsert meint dazu, der freie Fall sei nur eine Aussenhaut des Gebäudes, die „wie im freien Fall kollabierte“. Ruhsert postuliert vorher eine „Entkernung“ des Gebäudes und beruft sich dabei auf den NIST-Bericht:

„Zuerst begann, von Osten nach Westen fortschreitend, der Gebäudekern einzustürzen, der den größten Teil der Gebäudemasse ausmachte“.
Ruhsert behauptet also, dass sich erst nach dieser „Entkernung“ der Hauptmasse des Gebäudes die „entkernte Aussenfassade“ in dem von Ganser gezeigtem Video sich wie eine schlaffe Außenhaut im freien Fall bewegte.

Wie ist das vorzustellen? Ist die Außenhülle für Ruhsert eher wie ein Bettlaken, auf dem Fenster aufgemalt waren, oder 2 cm dicker Gipskarton? Die Vorstellung fällt schwer, und dabei bleibt Ruhsert mehrere Antworten schuldig:
– Wo bleiben die Staubwolken, die sich erst nach dem sichtbaren Einsturz ausbreiteten, wenn schon vorher ein Grossteil der Gebäudemasse angeblich eingestürzt war?
– Warum breiten diese sich erst nach dem Niedergehen des sichtbaren Gebäudes aus, bei der er annimmt, dass es nur eine „Hülle“ sei? (vgl. die Aufnahmen https://www.youtube.com/watch?v=JnLcUxV1dPo bei 5:00 oder 10:11 )
– Was ist mit den zahlreichen Trägern, die mit den Säulen der Aussenwände wie in einem Gitternetz verbunden waren? (Die Baupläne können hier mit 1,1 GB heruntergeladen werden, um nachzusehen, wie sich die Vorstellung einer Hülle mit den Trägerverbindungen vereinbaren lässt:
https://docs.google.com/uc?id=0B5wOo8veZYC8cmU3aXVZZ2NrS3M&export=download).
– Wie kann eine angebliche „Entkernung“ die von Ruhsert vorgestellte Fassade von WTC 7 an drei Seiten stehen lassen, ohne dass es zu Rissen, Verformungen oder einem Teileinriss kommt?
– Und wie erklärt Ruhsert trotzdem das simultane Wegbrechen aller Aussensäulen, die mindestens die Hälfte aller tragenden Säulen ausmachen, so dass ohne resultierende Widerstandskraft der freie Fall eintritt?
– Die Hypothese des „Entkernens“ ist durch die Filmaufnahmen nicht gedeckt, bei denen die West-, Nord- und Ostseite zu sehen sind (Ostseite in 11:29), die auch die oberen Südecken jeweils unbeschädigt haben.
– Wie genau soll diese Entkernung aussehen, bei der nach Ruhsert das Gebäude zuvor völlig „implodiert“ und in sich zusammengefallen ist? Die NIST-Simulation müsste darüber Aufschluss geben, zeigt jedoch ein verknäultes Gebäude.

WTC7EinsturzEine einfachere Erklärung bietet sich für das sich bewegende östliche Penthouse an: Bei einer sauber geplanten Abrisssprengung mittels einer Implosion, bei der das Gebäude in den eigenen Grundriss fallen soll, werden meist die tragenden Elemente im Inneren des Gebäudes zuerst entfernt, worauf kurz danach die Außensäulen gekappt werden.

Fest steht für alle Beobachter, die Eckpunkte des Hauses kommen aus unterschiedlichen Kameraperspektiven symmetrisch zum Einsturz.
Dass das Penthouse vorher absackt, bleibt davon unberührt.

Ruhsert bestreitet zugleich auch die Symmetrie.
Er verwendet ein Argument, das als „Erweiterung der Torpfosten“ bekannt ist. Ruhsert möchte den Begriff „Symmetrie“ neu definieren. Anstatt unter Symmetrie die Außenpunkte des Gebäudes zu verstehen, wie jeder sehen kann, die zu gleicher Zeit eine parallele Bewegung nach unten vollziehen, nimmt er nun den Dachaufbau der östlichen Lobby, der sich um Sekundenbruchteile zuerst bewegt, als Anlass, um jegliche Symmetrie des Gebäudes zu bestreiten bzw. rhetorisch als „Irreführung“ hinzustellen.
Ruhsert nimmt Augenwischerei und eine Verdrehung der Tatsachen vor.
Ruhsert reklamiert dabei einen „tatsächlichen Einsturzverlauf“, für den er keinen Beweis hat. Ruhsert präsentiert mit NIST wie der kleine Prinz das Schaf in der Schachtel, d.h. das Gebäude im Computer.

kistepetitprincemoutonDieser existiert allein in NISTs Computermodell mit dem angeblichen Wegbrechen von Säule 79 und dem folgenden progressiven Einsturz. Diesen hat niemand beobachtet und für ihn gibt es keine Beweise, nicht einmal anhand überprüfbarer Daten.
Und warum die von Stahlsäulen gestützten Außenwände symmetrisch im freien Fall einstürzen, erklärt weder Ruhsert noch die von NIST erstellte Simulation, die kurz nach Einsturzbeginn endet.
Es ist nach Chandlers und NISTs Messung unstrittig, dass die Nordfassade mit ihren Eckpunkten von WTC 7 symmetrisch nach unten fallen, und dies für mindestens 2,25 Sekunden im freien Fall tun.
Einen Beweis, dass hier auf der Ebene der Tatsachen nicht ein freier Fall beim Gebäude 7 vorliegt, bleibt Ruhsert schuldig.
Ruhsert bietet mit der „Außenhülle“ auch keine plausible Erklärung an.
Für den sichtbaren symmetrischen freien Fall von mindestens 8 Stockwerken gibt es keine andere und schlüssigere Erklärung, als dass die tragenden Säulen von WTC 7 mit Hilfe von Schneidladungen entfernt wurden.

1.3 Es gibt zwei von Wissenschaftlern vertretene Hypothesen zur Zerstörung der drei WTC-Gebäude: Brand oder Sprengung

Ruhsert bestreitet zudem, dass es eine ernstzunehmende Forschungsmeinung hinsichtlich der Sprengung des WTC am 11. September gibt.
Ruhsert geht auf die Videosequenz ein, in der Daniele Ganser in dem Vortrag erzählt, dass er an der ETH Zürich mit Baustatikern gesprochen habe. Ganser verweist darauf, dass die Professoren ihm sagten: „Nach meiner Meinung ist das Gebäude WTC7 mit großer Wahrscheinlichkeit gesprengt worden…. Sie müssen diese Ecken anschauen….Gesprengt… Hier gibt es über 80 senkrechte Stahlsäulen, und damit die Symmetrie des Gebäudes so runterkommt, müssen die gleichzeitig weg.“ Ganser meint dazu, „an dem schlagen die Forscher sich die Köpfe ein.“

Ruhsert stellt nun darauf folgende Mutmaßung an:
„Ganser hatte den beiden Baustatikern wahrscheinlich dieselben irreführenden Bilder und Aufnahmen gezeigt, die er auch dem Publikum in Tübingen präsentierte.“

Auffällig ist, dass Ruhsert die Aufnahmen zunächst als „irreführend“ beurteilt, ohne dass er selbst andere Aufnahmen präsentiert. Ruhsert möchte nur, wie oben aufgezeigt, dass auf den gleichen Aufnahmen auch noch die Bewegung des Penthouses Sekunden vorher zu sehen ist. Dies hat den Grund darin, dass Ruhsert seinen eigenen erweiterten Symmetrie-Begriff anlegen will, bzw. die Vorstellung einstreut, es habe sich von WTC 7 nur eine „Hülle“ scheinbar „wie im freien Fall“ bewegt.
Darum könnte Ruhsert auch die Aufnahmen als unvollständig bezeichnen. Aber er wählt den Begriff „Irreführung“, und das bewusst.
Ruhsert spekuliert auch, Ganser habe selbst aktiv gehandelt und die Baustatiker mit Hilfe derselben „irreführenden Bilder“ von einer Sprengung überzeugt.
Diese Mutmassung Ruhserts geschieht aus dem hohlen Bauch heraus ins Blaue hinein. Im Gegenteil hören wir von Ganser, dass die Professoren damals Ganser als Dozenten der ETH davon überzeugt bzw. bestätigt haben, dass es sich bei WTC7 um eine Sprengung handelte (und aus Veröffentlichungen ist zu entnehmen, dass es sich dabei um Prof. Jörg Schneider und Prof. Hugo Bachmann handelte).

Ruhsert stellt also Vermutungen ohne Beweise an, die dem geschilderten Sachverhalt Gansers über die Akteure widerspricht, und er verwendet selbst verfälschende Bezeichnungen.
Ruhsert will in der Öffentlichkeit damit Ganser unterstellen, dass er andere aktiv hinters Licht führt und sie an der Nase herumführt. Man könnte das Ziel seines Angriffs auch konkret mit intendierter „Rufschädigung“ bezeichnen.

Die ETH-Professoren haben sicher nicht, wie von Ruhsert in den Wind geblasen, allein von Ganser eine Aufnahme gesehen und nur danach geurteilt. Denn wie kommt sonst ein Baustatiker dazu, 80 Stahlsäulen in den Aufnahmen zu erkennen, wenn er nicht auch zusätzliche Informationen wie den Grundriss und Aufbau vorliegen hat?Beyond-Misinformation-2015-20
Ruhsert erweckt damit zugleich den Eindruck, als wollte er die Fachkundigkeit und Expertise von Dozenten und Baustatikern der ETH Zürich mit einer selbst erstellten irreführenden Behauptung untergraben und sie mit gewisser Naivität behaften.

In eine ähnliche Richtung geht Ruhserts mehrdeutige Behauptung:
„Die Zahl der zweifelnden Wissenschaftler ist in Wahrheit unbedeutend.“

Wie meint Ruhsert diese Aussage, dass die Zahl „unbedeutend“ sei?
Die Behauptung kann so verstanden werden:

a) Die Zahl ist ohne Bedeutung, da nicht die Mehrheit über die Wahrheit entscheidet. M. Gandhi sagte: „Selbst wenn man nur noch alleine dasteht, Wahrheit bleibt Wahrheit“. Damit begründete Gandhi nicht Wahrheit damit, dass nur wenige über sie verfügen. Sondern er ermutigte seine Anhänger der erkannten Wahrheit treu zu bleiben, da die Zahl der davon Überzeugten nichts über die Wahrheit an sich aussagt. Meinte dies Ruhsert?
b) Vielleicht kann man Ruhserts Aussage von der „unbedeutenden Zahl“ in diesem Sinn als Durchhalteparole verstehen: Ganz gleich, ob es 2400 Architekten und Ingenieure sind, die bei AE911truth.org unterzeichnet haben, es könnten auch 25’000 oder 25 Mio. sein – das ist Ruhsert egal. Den Professoren der ETH unterstellt er auch, dass sie „irreführende Bilder“ ansahen. Was zählt, ist die offizielle Erzählung der US-Behörde. Ihr haben alle zu folgen. Und haben wir nicht die Macht, die Meinung zu manipulieren? Meinte er es so?
c) Oder meint Ruhsert seine Aussage als Fehlschluss, der als Popularitätsargument bekannt ist: Die Zahl der Wissenschaftler ist so gering (z.B. gegenüber der Weltbevölkerung, dem Universum, …), darum sollte man ihnen und ihren Argumenten von vornherein keine Beachtung schenken, da wir doch alle lieber der schweigenden Mehrheit angehören wollen. Die Vernunft geben wir dabei auch gleich auf.

Ruhsert will mit dem mehrdeutigen Satz „die Zahl ist unbedeutend“ belegen, Ganser liege falsch, wenn dieser meint, dass „die Forscher sich die Köpfe einschlagen.“
Daraus wird deutlich, dass Ruhsert seine Aussage nicht im ersten Sinn (a) gemeint haben kann.
Ruhsert schreibt zwar, dass „in Wahrheit die Zahl unbedeutend“ ist, aber er belegt seine persönliche Behauptung nicht.
Aufschluss gibt auch Ruhserts Kommentar im Blog in der Diskussion seines Artikels: vom 13. Januar 2016 @ 22:22 : „Das es sich bei diesen 2000 Personen um eine in der Fachwelt belächelte Minderheit handelt, interessiert Sie nicht?“

Ruhsert1Kommentar
Ruhsert möchte damit nicht nur suggerieren, dass seiner Meinung nach es wichtig sei, dass Vertreter der Sprengungshypothese eine deutliche Minderheit bilden, sondern Ruhsert stellt sich über sie und versucht, sich über sie lächerlich machen.
Ruhserts Bewertungen als „unbedeutend“ und „belächelte Minderheit“ zeigen eine Haltung zur herablassenden Bewertung. Sie zeigen, ebenso wie das Wort „Irreführung“, dass Ruhsert hier rhetorische Stilmittel und Metaphern einsetzt, die mehr der Meinungsmache und Manipulation dienen als einem fachlichen Austausch dienlich sind. Dieser ist wohl auch nicht intendiert.
Dies ist im 2.Teil zu untersuchen.

Ruhsert2Kommentar

Ruhsert sollte wissen: Nicht das Argument der Zahl ist wissenschaftlich bedeutsam, sondern dass mit Hilfe der wissenschaftlichen Methode alle Beobachtungen in eine Hypothese und die Analyse mit einbezogen werden.
Eine ehrliche und ethische Wissenschaft würde diese voraussetzungslos prüfen, mit allen zur Verfügung stehenden Messverfahren. Hingegen wurden wesentliche ethische Standards der Wissenschaft in den offiziellen WTC-Untersuchungen missachtet, z.B. ist das Beweismaterial gleich vom Tatort zumeist weggeschafft worden und die Prüfung auf Sprengstoffreste wurde erst gar nicht durchgeführt, obwohl es die Fachhandbücher vorschreiben.

In seiner Stellungnahme zu der „unbedeutenden Zahl“ führt Ruhsert zudem noch „zweifelnde Wissenschaftler“ an.
Dabei hat Ganser nicht von „zweifelnd“ gesprochen, sondern von Forschern, die unterschiedliche Hypothesen vertreten: Entweder Brand oder Sprengung.
Der „Zweifel“ gehört wenn schon, dann allgemein zur wissenschaftlichen Methode. In diesem Sinne sollten alle Wissenschaftler „Zweifler“ sein, wenn sie ihre Lieblingshypothesen jeden Tag überprüfen. In der Wissenschaft geht es um Wahrscheinlichkeiten, und um bewiesene oder wiederlegte Hypothesen.
Im Hinblick auf 9/11 sind eine steigende Anzahl von Menschen aufgrund der in den letzten Jahren veröffentlichten Ergebnisse und ihrer Berechnungen nicht am Zweifeln, sondern sie sind sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr SICHER, dass das WTC an 9/11 mit Hilfe von Sprengungen zerstört wurde.

Diese Überzeugung wird u.a. mit der wissenschaftlichen Methode erzielt, die schon bei einer Untersuchung der Beobachtungen damit beginnt, dass man bei gleichen Ereignissen zunächst auch die gleichen Ursachen annimmt und darauf hin überprüft.

Und da vor 9/11 bisher nur Hochhäuser in Stahlrahmenbauweise durch kontrollierte Sprengung so völlig eingestürzt sind, wie sie an 9/11 zu beobachten waren, wäre die Sprengungshypothese die zuerst zu prüfende gewesen, worauf alle Beobachtungen, die Zeugen von Explosionen, die Spuren von Sprengstoffen und geschmolzenem Eisen zu überprüfen sind und schliesslich der Tatort gesichert und nicht die Beweise entfernt worden wären.

Wenn Ruhsert also von „zweifelnden Wissenschaftlern“ spricht, dann meint er offenbar nicht generell alle Wissenschaftler, sondern allein die, die die offizielle Erzählung von 9/11 und die Hypothese vom Brand als alleiniger Ursache nicht folgen. Dabei schwingt in dem Wort „Zweifel“ eine negative Konnotation mit. Zugleich erfolgt die Formulierung aus einer Position der sich selbst zuschreibenden Überlegenheit, die, wie Ruhsert es macht, auf eine angebliche „belächelte Minderheit“ herabsieht.
Ruhsert hätte auch von „kritischen Wissenschaftlern“ sprechen können oder neutral von denen, die die Sprengungshypothese vertreten. Doch davon distanziert er sich.

Ganser zeigt in seiner Rede offen beide Möglichkeiten auf, Ganser überlässt den Zuhörenden die Entscheidung und macht keine Vorgaben:
„Weil das war entweder Sprengung oder Feuer. Es gibt nur diese zwei Möglichkeiten. Und wenn man lange darüber nachdenkt, wird es immer anstrengender.“
Und Ganser zeigt auch die Konsequenzen auf: „Aber da müssen Sie alleine durch. Denn ab jetzt sind sie Verschwörungstheretiker/in, wenn sie sich fragen, was ist denn da überhaupt passiert..“

Diese Offenheit gibt es für Ruhsert nicht, und er möchte auch nicht zwei Hypothesen zum Nachdenken zur Wahl stellen, das zeigt er in seiner eigenen „ganz einfachen“ Antwort:
„Wer lange darüber nachdenkt, für den wird es schließlich ganz einfach:
Ein Sprengstoff ohne Explosionsgeräusche wurde nämlich noch nicht gefunden. Doch auf keiner einzigen Videoaufnahme ist ein Geräusch zu hören, das auch nur annähernd dem einer Explosion gleicht. Schon aus diesem Grund kann eine Explosion nicht die Ursache des Einsturzes gewesen sein.“

Es gibt dokumentierte Explosionsgeräusche und dafür viele Zeugen

Ruhsert führt bemerkenswerte Argumente hier an. Nehmen wir zunächst Ruhserts Behauptung, dass auf keiner einzigen Videoaufnahme Explosionsgeräusche zu hören seien. Sie ist offensichtlich falsch. Sie ähnelt sehr den offiziellen Begründungen, die auch NIST in seinen Bericht schrieb und dabei die vielen Zeugen verschwieg und außen vor ließ, die Explosionen hörten und Lichtblitze sahen.
Da sind Aussagen wie von dem Polizisten Craig Bartmer, der an WTC 7 laute Explosionen hörte. (Ähnlich berichteten 118 Zeugen der Rettungskräfte in den oral histories insgesamt von Explosionen am WTC.) Der Polizist Craig Bartmer kommt z.B. in folgendem Video zu Wort: https://www.youtube.com/watch?v=zVxjVlhCXjo#t=62

Dieses Video zeigt auch Feuerwehrmänner in der Nähe von WTC 7, als ganz laut eine Explosion zu hören ist (1:10). Ein paar Straßenzüge weiter am West Broadway mit Blick auf das WTC 7 führte Ashleigh Banfield ein Interview für MSNBC, als sie „Oh, my God“ ruft und sich umdreht. Eine Tonanalyse zeigt, dass im Hintergrund ganz klar Explosionsgeräusche in kurzer Folge zu hören sind, die denen gleichen, wie sie Zeugen wie Craig Bartmer, der weiß, was eine Explosion ist, mit „Tack,tack,tack,tack“ oder „thumm,thumm,thumm“ beschreiben. David Chandler zeigt dass bereits die Explosionsgeräusche auftreten, als das WTC 7 noch steht (!). Erst als Reporterin Banfield sagt: „This is it!“, hat das Gebäude noch nicht angefangen, einzustürzen, wie man an den Menschen auf der Straße ebenfalls sehen kann.
Dass es zu Detonationen vor dem Einsturz in Frequenzbereichen kam, die leicht als Sprengungen zu identifizieren sind, wird durch die seismischen Aufzeichnungen und entsprechende Analysen eindeutig gestützt.

In dem Video ist auch das Vorauswissen dokumentiert, das beim Fernsehen wie auch in der Spitze der Feuerwehr bestand. So sagte direkt nach dem Einsturz FDNY- Leutnant David Rastuccio auf die Frage, ob er wusste, dass das Gebäude einstürzten würde:
„We had heard reports, that the building was unstable and that eventually it would come down on its own, or it would be taken down.“
(„Wir hatten Berichte, dass das Gebäude instabil wäre und es eventuell von selbst einstürzen oder runtergebracht werden würde.„)

Ruhserts Behauptung, es gebe keine Sprengstoffe, die keine Geräusche machten, ist so unnachvollziehbar, wie wenn ein Kommissar sagt, es gebe niemanden, der einen Schuss gehört hat, also kann der Tote nicht an Schüssen gestorben sein, auch wenn dieser 5 Einschusslöcher aufweist. Die Entwicklung eines Schalldämpfers mag dem Kommissar unbekannt sein, dennoch ist es für alle auffällig, wenn er annimmt, es handele sich um einen natürlichen Tod.

Nun gibt es im Fall von WTC 7 zahlreiche Zeugen und auch Dokumente.
NIST nimmt dagegen allein an, dass ein lauter Sprengstoff wie RDX mit über 130 dB zu hören sein müsste, womit sie begründeten, dass sie WTC 7 nicht auf Sprengstoff untersuchten. Die Funde von Nanothermit und das in mehrfacher Form vorliegende geschmolzene Eisen verweisen auf höchste Temperaturen bei der Reaktion und eine Art von Militärsprengstoff, zu dem nur wenige Experten im Jahr 2001 Zugang haben konnten.

1.4 Commission Report / Pull it / BBC-Meldung um 17.00 Uhr

Drei weitere von Ruhsert benannte Punkte sind als Tatsachen unstrittig. Ruhsert interpretiert sie jedoch anders. Da sie im Gegensatz zu den physikalischen Fakten eher hinweisenden Charakter haben, werden die von ihm benannten Argumente hinsichtlich des 9/11 Commmission-Reports, des Besitzers von WTC 7 und der vorzeitigen Meldung des Einsturzes hier nur kurz aufgeführt und analysiert.

1.4.1 Die Auslassung des 9/11-Commission-Reports

Ganser erzählt, dass er sich mit Studierenden fragte, wie der Einsturz des WTC 7 erklärt würde, und dann beim 9/11-Commission-Report von 2004 feststellte: „Das wird ganz elegant gelöst: Das Gebäude wird nicht erwähnt.“
Ruhsert behauptet, dass Ganser zu einem „Trick“ greife, und die Erwähnung und die Erklärung der Zerstörung des WTC 7 im falschen Dokument suchte. Ruhsert übersieht dabei, dass Ganser sich dabei auf seine Zeit als Hochschuldozent der ETH Zürich bezieht, als der NIST-WTC7-Abschlussbericht immer noch auf sich warten ließ und auf das Jahr 2008 verschoben wurde, da NIST keine klare Stellungnahme fand.
Die Kommission für den Commission-Report wurde erst über ein Jahr nach 9/11 gegen den starken Widerstand der Bush-Regierung auf Druck der Angehörigen von 9/11-Opfern eingerichtet und mit einem sehr geringen Budget von 15 Millionen US-Dollar ausgestattet. Der Report sagt zu Beginn, dass das Gesetz die Kommission beauftragte, „Tatsachen und Umstände“ des 11. September zu untersuchen: The law directed us to investigate “facts and circumstances relating to the terrorist attacks of September 11, 2001” (Preface XV).
Nun gehört genau auch die Zerstörung des WTC 7 zu den „Tatsachen und Umständen“ von 9/11, umso mehr, als das WTC 7 im Report mehrfach im Zusammenhang mit dem Büro des Notfallmanagements von Bürgermeister Rudolph Giuliani genannt wird (Office of Emergency Management and Interagency Preparedness. (p. 283f). „The OEM’s headquarters was located at 7 WTC.“
Der Report berichtet: Nach dem Einsturz des Südturm waren alle Zivilisten aus WTC 7 evakuiert worden und das Notfallmanagement behielt dort seinen Sitz im „Bunker“. (p.305) „OEM Response/ After the South Tower was hit, OEM senior leadership decided to remain in its “bunker” and continue conducting operations, even though all civilians had been evacuated from 7 WTC.“

Das WTC 7 war nicht einfach irgendein Bürogebäude, sondern dasjenige, in dem als „Bunker“ Giulianis Notfallmanagement für 9/11 untergebracht war!
Zudem hatte WTC 7 eine illustre Liste von Mietern, zu denen CIA, Secret Service, das Verteidigungsministerium, die Steuerbehörde IRS und die Securities and Exchange Commission gehörten, die Tausende Akten verlor, welche Fehlverhalten von Börsennotierten Firmen untersuchten.
Wenn also WTC 7 im Report zuvor öfters erwähnt wird, und auch der Einsturz der Türme beschrieben wird, ist die Nichtnennung des Einsturzes von WTC 7 als dem Sitz des Notfallmanagements erst einmal bemerkenswert. Es ist keinesfalls „so gut wie bedeutungslos“, wie Ruhsert dazu seine Meinung kundtut.
Genau das stellt Ganser fest, wenn er sagt „Es fehlt ein Gebäude…. Da kann man nicht sagen: Nun gut, harter Tag, zwei oder drei Gebäude…“.
Ruhsert versucht dagegen die Bedeutung des Gebäudes 7 herunterzuspielen.
WTC 7 wird im Kommissions-Bericht nicht erwähnt, das ist ein richtiges Faktum.
Ruhsert liegt falsch, wenn er meint, Ganser hätte im Jahr 2006 im falschen Dokument gesucht, da der NIST-Report zu WTC 7 noch gar nicht erstellt war, sondern NIST zu dem Zeitpunkt noch immer nach einer Lösung für das Problem suchte, wie es den Einsturz erklären kann, und den Report erst 2008 nach sieben Jahren veröffentlichte.

1.4.2 Pull it

Daniele Ganser nimmt das Interview mit dem Besitzer von WTC 7, Larry Silverstein, in seinem Vortrag auf, wie dieser von dem Telefonat am 11. September mit einem Feuerwehr-Commanders erzählte und sagte: „We’ve had such terrible loss of life, may be the smartest thing to do is pull it. And they made that decision to pull and then we watched the building collapse.“
Ganser weist darauf hin, dass „pull it“ übersetzt „sprengen“ bedeute und Silverstein später meinte, er habe das Abziehen der Feuerwehrleute gemeint.
Ruhsert entgegnet, es gebe nur „die einzig plausible Interpretation“, dass damit das Abziehen von Feuerwehrleuten gemeint sei, weil es vorher um den „terrible loss of life“ gehe.
Auf das Problem, dass mit „it“ kein Plural gemeint sein kann, und von einem Kontingent zuvor nicht die Rede ist, auf das sich das Pronomen singular neutrum „it“ beziehen könnte, geht Ruhsert nicht ein. Genauso können wir uns vorstellen, dass Silverstein sagt: Es hatte bereits so viele Verluste an Leben gegeben, (….da lohnt es sich nicht, weitere zu riskieren), lasst es uns abreißen.

Ruhsert behauptet zwar, Ganser versuche die einzig plausible Interpretation ins Lächerliche zu ziehen. Doch schon alleine die Aussage vom Feuerwehr-Kommander Rusticcio (s.o.) unterstützt die Aussage, dass eine Sprengung beabsichtigt wurde:
„Wir hatten Berichte, dass das Gebäude instabil wäre und es eventuell von selbst einstürzen oder runtergebracht werden würde„.
Während Ganser es den Rezipienten überlässt, sich ihre eigene Meinung zu bilden, versucht Ruhsert nur eine einzige Lesart, die offizielle der Bush-Regierung, als möglich nahezulegen.

Ergänzung Mai 2016: Silverstein erwähnt, dass das erste Design-Meeting des neuen WTC7 bereits im April 2000 stattfand, also über ein Jahr vor dem Einsturz/der Sprengung von WTC7 !

1.4.3 Die BBC-Meldung um 17.00 Uhr

Die BBC-Meldung steht mit anderem Vorwissen über den Einsturz von WTC7 in einem Zusammenhang. Die Bedeutung des Vorwissens ergibt sich aus der oben unter 1.1 herausgestellten historischen Tatsache, dass noch nie ein Hochhaus in Stahlrahmenbauweise durch einen Brand eingestürzt war.
Woher kamen also die Annahmen bzw. die Voraussagen, dass WTC einstürzen würde?
Daniele Ganser versucht mit der Meldung von Jane Stanley über BBC auf dieses Problem aufmerksam zu machen.How_Did_They_Know_Examining_the_Foreknowledge_of_Building_7s_Destruction-1-7
Ruhsert wiederholt mehrfach, dass diese „Pointe“ überhaupt keinen Sinn ergebe und fragt: „Sollte auf diese Weise die Öffentlichkeit informiert werden? Das hätten die Reporter nach dem Einsturz ohnehin getan.“
Die Antwort stammt von Erkenntnissen aus sogenannten Psychologischen Operationen und der psychologischen Kriegsführung: Es geht um möglichst frühe Deutung des Ereignisses in den Medien.
So sind bei der Vielzahl der Berichte einige Kommentatoren zu hören, wie sie sagen, dass Explosionen zu hören seien, bzw. dass es aussehe wie ein Gebäudeabriss. Diese Stimmen der Reporter des „ersten Augenblicks“ verschwanden hinterher, als die offizielle Version der Bush-Regierung die Medien überzog und jede mit Ächtung strafte, der von der offiziellen Version abwich.
Wie David Chandler in obigem Video aufzeigt, kann Ashleigh Banfield für MSNBC nur sagen „This is it“, weil ihr zuvor angekündigt wurde, dass WTC 7 einstürzen würde (vgl. 4:46 min bei https://www.youtube.com/watch?v=zVxjVlhCXjo#t=62 ).

Diejenigen, die den wahren Ablauf vorher kannten, informierten die Medien, damit diese die offizielle Geschichte gleich in die Köpfe pflanzen.
Die Vorabinformation wäre somit Teil der Public Relations oder auch Propaganda der Initiatoren, damit beim Eintritt der „Ereignisse“ die offiziellen Behörden und ihre Vertreter von Feuerwehr, Polizei und den Medienvertretern die „richtige“ Deutung der Ereignisse mitliefern.

Das beste Beispiel sind folgende zwei:
– im obigen Video sagt der Kommentator von NY1 (bei 6:35 min): „Wir sahen eins der kleineren Gebäude zu Boden fallen. Wir hatten vorher gehört, dass es strukturell unsicher war.“
– weiter im Video (6:55) von FOX-News: „… da gab es keine Explosionen und keine Flugzeug …In diesem Moment wissen wir nur, dass das Gebäude strukturell enorm beschädigt war…“
Sinn der Vorabinformation war es also, Spekulationen über eine Sprengung vorzubeugen und, wie zu sehen ist, eine offizielle Erklärung den Zuschauern anzubieten, die NIST nach 7 Jahren Analyse letztlich auch herausfand: Strukturelles, d.h. bauliches Versagen.
Eine wesentlich Erkenntnis bei False-Flag-Operationen ist es, die unmittelbare oder zeitnahe Deutung der Täterschaft und die Zuschreibung über die Medien direkt den Zuschauern zu präsentieren, damit sie den größtmöglichen Nachhall zeigt. Dieses Wissen könnte wiederum Kai Ruhsert auch bekannt sein.
Dass dabei auch Pannen passieren, bzw. bei einer Vielzahl von Meldungen jemand sich verspricht, ist menschlich.
Dafür gibt es dann Leute in den Medien, die all die, welche auf diese Fehler hinweisen, ins Lächerliche ziehen.
Oder wie erklärt Ruhsert, dass er am Ende ein dreifach hervorspringendes Stakkato zu dem BBC-Bericht abgibt: „vollkommen sinnlose These“, „das ergibt überhaupt keinen Sinn“ und „das ist absurd“ ?
Eine Analyse der Wertungen und Pragmatik von Ruhserts Text folgt gleich im 2. Teil.

Zusammenfassung von Teil 1:

Nach dem Durchgang durch die einzelnen Aussagen können wir feststellen:
Ruhsert erhebt falsche Vorwürfe und Anschuldigungen an Daniele Gansers Vortrag.
Es gelingt Ruhsert nicht, folgende Punkte zu widerlegen:
– Vor und nach 9/11 gab es keinen durch Brand verursachten Einsturz eines Hochhauses in Stahlrahmenbauweise.
– Gebäude 7 ist symmetrisch mit der Beschleunigung des Freien Falls eingestürzt.
– Zwei wissenschaftliche Hypothesen werden unter Ingenieuren, Bautechnikern und Wissenschaftlern vertreten: a) die offizielle Hypothese, dass die drei Gebäude des WTC nur aufgrund von Bränden in einem progressiven Einsturz völlig zerstört wurden, und b) die Hypothese der geplanten Sprengung wie bei einem Gebäudeabriss.
Stattdessen verwendet Ruhsert gegen die erste historische Tatsache ein Strohmannargument, wenn er Beispiele wie Lagerhallen und einstöckige Grundschulen ohne Brandschutz anführt.
Ruhsert deklariert beim zweiten Punkt den zeitlichen Bezugsrahmen des festgestellten freien Falls von WTC 7 anders und versucht den Freien Fall als Beiprodukt einer schlaffen Gebäudeaussenhülle zu erklären, zudem nimmt er eine Umdeutung des Begriffs „Symmetrie“ in Bezug auf den Fall von Gebäude 7 vor.
Schliesslich versucht Ruhsert explizit, die Bedeutung von Experten, Baustatikern und Professoren herunterspielen, die mit wissenschaftlichen Argumenten die Hypothese einer Sprengung des WTC an 9/11 vertreten.
Drei weitere von Ganser vorgebrachte Punkte führte Ruhsert an, die jedoch von Ruhsert verschieden interpretiert werden. Dabei zeigt sich auch hier, dass die Argumente nicht greifen:
Die fehlende Erwähnung von WTC 7 im Commission-Report bleibt angesichts der Bedeutung und Nennung des Gebäudes als Bunker für das Notfallmanagement fragwürdig. Die Aussage „pull it“ des Besitzers ist sehr wohl hinsichtlich einer „Sprengungsaufforderung“ zu verstehen, was durch andere Berichte [und zuletzt das Video über die Planung des neuen WTC7 bereits im April 2000] gestützt wird.
Letzlich ist das Vorauswissen der Medien angesichts des nie zuvor eintretenden Einsturzes eines Stahlrahmen-Hochhauses aufgrund von Bränden auffällig und damit erklärbar, dass die Mainstreammedien die für die Initiatoren passenden Deutungen der Öffentlichkeit zuweisen sollten, damit mögliche Berichte über Explosionen nicht in der Wahrnehmung die Oberhand gewinnen und vertuscht werden können.

2. Teil Metaphern und Wirkung

Nachdem im ersten Teil nachgewiesen wurde, dass Ruhser falsche Anschuldigungen gegen Gansers Vortrag erhebt und er seine Behauptungen nicht mit guten Argumenten bestätigen kann, wenden wir uns im 2. Teil nun Ruhserts Behauptung zu, Ganser führe „sein Publikum im Hinblick auf den Einsturz eines World Trade Center- Gebäudes an der Nase herum“. Es wurde bereits an mehreren Stellen deutlich, dass Ganser seinen Zuhörern öfters die Wahlfreiheit lässt, aber zugleich ihnen die Hypothese der Sprengung zur Überlegung und Untersuchung nahelegt.
Bei Ruhsert wird hingegen deutlich, dass er dieses Vorgehen nicht gutheißt.
In diesem Teil untersuchen wir zunächst sprachanalytisch Ruhserts Text nach den verwendeten Metaphern (2.1), und wir fragen nach der Wirkungsabsicht und Pragmatik von Ruhserts Text (2.2).

2.1 Bildfelder von Manege und psychischer Erkrankung

Ruhsert verwendet gleich zu Beginn seines Textes diese Metaphern:

“ führte er (Ganser) sein Publikum im Hinblick auf den Einsturz eines World Trade Center-Gebäudes in New York am 11. September 2001 an der Nase herum.“

Auffällig ist zunächst der Begriff „Publikum“. Dieser Begriff für die Zuhörer/- und Zuschauer/innen einer Darbietung wird im Allgemeinen für Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen verwendet. Der Vortrag Gansers wurde jedoch an der Universität Tübingen gehalten. Im Allgemeinen wird dabei von Auditorium oder Zuhörerschaft gesprochen, wenn nicht gar von Studierenden, alternativ bieten sich „Interessierte“ an.
Die Metapher „an der Nase herum führen“ entspringt dem gleichen Bildbereich der öffentlichen Aufführung und verweist eher auf den Ort einer Manege oder Jahrmarktvorführung, bei der Tiere, oftmals Bären, an einem Ring geführt werden. Der Ring in der Nase diente dabei der (mitunter schmerzhaften) Disziplinierung und leichteren Führung.
Ruhserts dritter Satz gibt anhand der Satzstruktur und der verwendeten Metapher im Unterton bereits Auskunft über die aus seiner Sicht handelnden Akteure und den Ort.

Ganser ist für Ruhsert Handelnder, das „Publikum“, nicht eine interessierte mitdenkende Zuhörerschaft, wird als Objekt passiv geschildert, „das er an der Nase herumführt“. Der Ort ist nicht ein Vorlesungssaal, sondern wird metaphorisch eine Bühne oder ein Zirkuszelt.
Im übertragenen Sinne meint dies, dass Ruhsert Ganser als Akteur bzw. als Dompteur schildert, der sein Publikum belügt oder täuscht, d.h. sie dahin führt, wohin sie gar nicht gehen möchten, und er sie wie unkritische Unterhaltungskonsumenten in der Hand hat.

Diese Bildbene der Manege wird erweitert, wenn Ruhsert zu folgenden Metaphern greift:
– Um diesem Vorwurf wenigstens den Anschein einer Begründung zu geben, muss er zu einem Trick greifen…
– der Trick funktioniert, weil das Publikum nicht weiß,
– dieselben irreführenden Bilder und Aufnahmen gezeigt
– Zuhörer durch lückenhafte Information in die Irre zu führen.

Zum „Trick greifen“ und „Trick funktioniert“ stammen aus einem ähnlichen Bildfeld der öffentlichen Vorführung. Sie verweisen auf eine Aufführung als Zauberer in einem Varieté. Ruhsert stellt also metaphorisch die Rede Gansers als eine visuelle Täuschung dar (irreführende Bilder, Anschein), bei der bewusst ein Zauberkünstler mit „Tricks“ etwas vorgaukelt und hinters Licht führt.

Die mehrfache Nennung der Metapher „irreführen“ fällt dabei auf. Auf der Bildebene liegt es auf der Grenze zum Bereich der sinnlichen Täuschung und Orientierungslosigkeit. Wenn man jemanden „in die Irre führt“, dann geleitet man als Akteur auf der Bildebene jemanden an einen Ort, der für ihn unbekanntes Gelände ist, so dass er sich nicht mehr zurecht findet und „in der Irre ist“.
Ähnlich wie beim „an der Nase herumführen“ ist hier auch jemand der Planer und Ausführende, die anderen die Wehrlosen, die Opfer, die Manipulierten.

„Irreführen“ bedeutet übertragen eine „bewusste Täuschung“ vornehmen. Auch wenn „irren“ von „errare“ kommt, so liegt „irre“ metaphorisch auf der Bildebene im heutigen Sprachgebrauch auf einem psychologischen Wortfeld, das geistige Orientierungslosigkeit und Unzurechnungsfähigkeit bezeichnet.

Ruhsert bedient sich damit eines weiteren metaphorischen Bildbereichs, der eher auf der Bildebene an der Grenze der rationalen Nachvollziehbarkeit und der psychischen Erkrankung liegt.
Dies verdeutlichen am Ende des Textes in kurzer Abfolge akzentuiert gesetzt die drei übertriebenen Wiederholungen:
– „eine vollkommen sinnlose These“
– „Das ergibt überhaupt keinen Sinn“
– „das ist absurd“
Sinnlos, kein Sinn und absurd (widersinnig) sind etwa gleichbedeutend.
Diese Redundanz wird von Ruhsert auffallend gesteigert durch die Verstärkungen mit „vollkommen“ und „überhaupt“. Ruhsert verwendet die Metapher „sinnlos“, d.h. ohne Sinn, offenbar übertragen so, dass er meint, dass dem von Ganser Gesagtem kein Inhalt beigemessen werden kann. In dem Wortfeld schwingt auf der Bildebene „von Sinnen“, „ohne Sinn und Verstand“ und auch hier die Grenze zur geistigen Gesundheit mit.
Es fällt also auf, dass auf der Bildebene Ruhsert sich wie ein Psychiater gibt, der eine krankhafte Diagnose ausstellt.
Ruhserts anfängliche Behauptung, dass Ganser „das Publikum an der Nase herumführe“ und „irreführt“, gipfelt am Ende im von ihm diagnostizierten Wahnsinn der völligen Sinnlosigkeit der Aussagen.

Ruhsert beschreibt die Interaktion zwischen Ganser und den Zuhörenden mit folgenden Formulierungen:
– „der Zuhörer soll den Eindruck gewinnen“
– „er will die Zuhörer glauben machen,“
– „er schürt den Verdacht einer Medienmanipulation“
– „Das Publikum soll glauben, …“
– „Das Publikum staunt: „Nur eine von 81 Säulen wurde destabilisiert, und dann soll das ganze Hochhaus symmetrisch zusammengefallen sein?!“
– „Dieses Publikum glaubte ihm, obwohl kein einziges seiner Argumente einer Überprüfung standhält.“
– „Ganser lässt das Publikum glauben, der Einsturz des Gebäudes sei bewusst herbeigeführt“

Ruhsert beschreibt also Ganser als agierend und die Zuhörer als passive Rezipienten, die höchstens mit Emotionen reagieren. „Das Publikum staunt“, was zum Wortfeld des Zirkus und des mit Tricks arbeitenden Zauberers passt.

Das Wort „glauben“ taucht dabei gehäuft auf. „Glauben“ verwendet Ruhsert nicht im Sinne von „vertrauen“ (ich glaube dir), sondern im Sinne von „fürwahr halten“ (ich glaube, dass), d.h. etwas glauben, ohne es zu wissen.
Ruhsert legt durch die gehäufte Verwendung von „glauben“ nahe, dass die Zuhörer/innen ungeprüft einfach etwas übernehmen bzw. etwas für sich übernehmen, das vom Inhalt „sinnlos“ ist. Das Wort „glauben gehört auch zum Wortfeld „Religion“ mit der mehrfachen Bedeutung „Kognition“ oder „Beziehung“. Wenn Ruhsert schreibt „Dieses Publikum glaubte ihm, obwohl kein einziges seiner Argumente einer Überprüfung standhält“, dann schwingt im Subtext eine religiöse Irrationalität und Fanatismus mit, die Ruhsert hier einfach der Zuhörerschaft unterstellt, als ob er in die Köpfe der Zuhörenden schauen könnte. Auch dies ist eine Parallele zu der Rolle als diagnostizierender Psychiater.

Dabei verwendet Ruhsert zudem verschiedene Modalverben wie
„soll Eindruck gewinnen“,
„will glauben machen“,
„soll glauben“,
„lässt Publikum glauben“.
Ruhsert unterstellt durch den Einsatz dieser Modalverben Ganser damit eine direkte manipulative Wirkungsabsicht. Er möchte den Lesern vermitteln, dass Ganser explizit beabsichtige, dass die Zuhörer seiner Vorträge die Botschaft 1:1 übernehmen, könnten, was ihnen der Sender vorerzählt.
Dabei behauptet Ruhsert dies nur thetisch. Er unternimmt keine Sprachanalyse, er hat die Zuhörer/innen nicht befragt, sondern stellt einfach Behauptungen auf, bzw. kleidet diese metaphorisch aus.
Dabei verwendet Ruhsert Bildworte aus dem Bereich des Zirkus, der Unterhaltungskunst und der Psychiatrie, die auf metaphorischer Ebene die Botschaft transportieren, dass Gansers Vortrag ein, um in Ruhserts Bildwelt zu bleiben, Schwindel und Budenzauber sei, der am Ende an der Grenze des mit geistiger Gesundheit noch Verständlichen liegt. Wie aufgezeigt wurde, nimmt Ruhsert dabei eine Rolle ein, in der er über die Köpfe von Redner und Zuhörer/innen diagnostiziert.

2.2 Pragmatik und Wirkung

Welche Wirkung entfaltet Ruhserts Text?
Gleich zu Beginn unterstreicht Ruhsert mit der Metapher des „An-der-Nase- Herumführens“ seine aufgestellte Behauptung bildhaft, dass seiner Ansicht nach Ganser nicht immer wahrheitsgetreu argumentiere.
Dabei greift Ruhsert im Folgenden auf die Bilder einer Zirkus- und Zaubervorstellung zurück, wobei die Leser/innen durch die verwendeten Metaphern im Subtext den Eindruck gewinnen, bei Ganser handele es sich um einen die Sinne vernebelnden Unterhaltungskünstler.
Am Ende seines Textes zitiert Ruhsert aus Gansers Doktorprüfung, dass dieser „die wissenschaftliche Erforschung der Wahrheit immer als eine ernste und notwendige Aufgabe“ betrachtet und dieses Ziel fördert. Ruhsert befindet also am Schluss, dass Ganser mit seinem Vortrag dieses wissenschaftliche Versprechen nicht erfülle.

Damit werden zwei Ziele von Ruhserts Artikel deutlich: Er will Gansers Glaubwürdigkeit und seinen wissenschaftlichen Ruf in Frage zu stellen.
In die gleiche Richtung gehen die eingestreuten Fragen, die eher rhetorischen Charakter haben. Sie haben nicht die Allgemeinheit oder eine Forschergemeinschaft im Blick, sondern richten sich einseitig auf Ganser aus:

– Ganser beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem 11. September 2001. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er wirklich nicht weiß, welche Dokumente welche Informationen enthalten.
– Sollte Ganser über den tatsächlichen Einsturzverlauf nach so vielen Jahren nicht bestens informiert sein?
– Ist Ganser wirklich noch nie darauf hingewiesen worden, in welchem Zusammenhang Silverstein die Worte „to pull“ aussprach?
– Kann es wirklich sein, dass Ganser dies einfach nicht weiß?

Die Zuhörenden werden von Ruhsert fast immer als „Publikum“ bezeichnet.
Wie in 2.1 aufgezeigt, traut Ruhsert den Zuhörenden eines Vortrags bei Daniele Ganser nicht zu, dass diese selbständig denkende Subjekte sind.
In der Schilderung von Ruhsert erscheinen die Zuhörer des Vortrags als zu manipulierende Objekte, die annehmen, was man ihnen vorsetzt.
Ruhsert macht dies explizit deutlich, wenn er Ganser zitiert:
„ ,Wenn es wirklich, und da halte ich mich zurück, ich bin ja einfach ein Schweizer Historiker, wenn es wirklich so ist, dass eine Sprengung vorliegt, bei WTC-7 an 9/11, dann müssen wir nochmal über die Bücher.‘ … Das ist Daniele Gansers eigentliche Botschaft. Dieses Publikum glaubte ihm, obwohl kein einziges seiner Argumente einer Überprüfung standhält.“
Auch wenn Ganser explizit sagt, dass es in der Verantwortung der Zuhörer/innen steht, an dem Punkt weiterzudenken, dann nimmt Ruhsert dies nicht auf.
Anhand der Modalverben und der verwendeten Metaphern zeichnet Ruhsert das Bild von Ganser als Manipulator oder eines religiösen Gurus, dem die Anhängerschaft willenlos folgt. Dies ist angesichts des verbalisierten Abstands und der Offenheit zur Entscheidung, mit der Ganser seine Zuhörer darauf hinweist, dass sie an diesem Punkt selbst denken sollen, einfach falsch und von Ruhsert selbst manipulativ.

Ruhsert möchte sein Ziel zum einen inhaltlich erreichen, indem er sich ganz auf Ganser konzentriert und möglichst alle anderen Forscher ausblendet.
Ein Mittel dabei ist, dass Ruhsert, wie oben in 1.3 aufgezeigt, mutmaßt und vorgibt, Professoren der ETH würden von Ganser mit „irreführenden Bildern“ manipuliert. Auch wenn es noch so verkehrt ist, als rhetorische Figur soll es die Kompetenz von Ganser wie der Professoren in Frage stellen und Zweifel unter den Leser/innen säen.
Die Ausblendung anderer Forscher versucht Ruhsert mit zwei anderen Mitteln: Der Verkleinerung und Auslassung.
Die Verkleinerung erfolgt einerseits, indem Ruhsert die Fachleute zweimal als „angebliche Experten“ abtut.
Desweiteren gibt Ruhsert vor, dass die Zahl der Vertreter der Sprengungshypothese „unbedeutend“ sei. Auch wählt er den Begriff der „Zweifelnden“.
Dabei wird zugleich Ruhserts Haltung deutlich, dass es offiziell für ihn nur die eine offizielle Position der Regierungsbehörde NIST geben darf, während eine andere deren „Zweifel“ bedeutet. Damit befindet er sich wissenschaftlich im Mittelalter, in dem es nur die von dem Papst ex cathedra vertretene Wahrheit gibt, und Zweifler als Ketzer, bestenfalls nicht beachtet, sonst ausgeschlossen und verfolgt werden.

Darum greift er auch zum weiteren Mittel, der Auslassung. Auf den Filmbeitrag und die dortigen Argumente von AE911truth.org geht Ruhsert gar nicht ein.
Dass Ruhsert die über 400 Wissenschaftler mit Doktorgraden und langjährige Hochhausarchitekten als „belächelte Minderheit“ bezeichnet, zeigt ein zweifaches:
Zum einen sagt es viel über Ruhserts Einstellung, sich auf eine andere Hypothese und ihre Beweise und Argumente einzulassen, indem er es mit „belächelt“ abtut und mit dem Zusatz „angeblich“ die Qualifikation ihrer Vertreter nicht wahrhaben will. Seine Haltung zeigt dabei Überheblichkeit.

Ruhsert versucht dabei das Popularitätsargument, dass viele Leute angeblich etwas annähmen, in den Vordergrund zu schieben.
Zum anderen zeigt diese Haltung Ruhserts aber auch seine eigene Wirkungsabsicht, die er mit dem Artikel verfolgt:
Er möchte die andere Position weniger mit Argumenten bestreiten, die leicht zu widerlegen sind, sondern auf der Bildebene „lächerlich machen“ und den Ruf schädigen.

So werden die verwendeten Metaphern aus dem Bereich der Bühne und der Unterhaltung wie auch aus dem Bereich der Psychiatrie plausibel.
Fast beschwörend wiederholen sich Ruhserts Anschuldigungen gegen Ganser: „Diese Behauptungen sind nachweislich falsch.“ und „kein einziges Argument [hält] einer Überprüfung stand“.
Dazu gehören auch die Annahmen und Verdrehungen, mit denen Ruhsert folgende offensichtliche Fakten zu leugnen oder zu widerlegen versucht: Der freie Fall, die Symmetrie, der Präzedenzfall eines Hochhauses in Stahlrahmenbauweise, und dass die offizielle Brandhypothese durch eine alle Beobachtungen umfassende Sprengungshypothese nicht nur starke Konkurrenz bekommen hat, sondern in weiten Teilen als die plausiblere und widerspruchsfreiere Annahme gilt.

Dagegen sind es Ruhserts Einwände, die bei näherem Hinsehen, wie in Teil 1 geschehen, nachweislich falsch sind und einer Überprüfung nicht standhalten.
Die Wirkungsabsicht des Textes zielt darauf, Dr. Daniele Gansers Ruf und Glaubwürdigkeit mit Unterstellungen und falschen Vorwürfen bewusst zu schädigen.
Sonst hätte Kai Ruhsert mit seinen wenig plausiblen Argumenten eine öffentliche und sachliche Auseinandersetzung mit Baustatikern gesucht. Dann hätte er auch nicht Pappkameraden-Argumente aufgebaut, um den Präzedenzfall zu leugnen, dass an 9/11 zum einzigen Mal in der Geschichte Hochhäuser in Stahlrahmenbauweise – nach offizieller Begründung – aufgrund von Bränden eingestürzt sind.

Ausblick

Wird die Sprengungshypothese zu 9/11 mehr und mehr Anerkennung finden, dann hat dies einschneidende Konsequenzen. Denn mit 9/11 wurden
– mehrere Angriffskriege mit 1,5 Mio Toten geführt und mit dem „Krieg gegen den Terror“ Kriegsverbrechen wie Folter gerechtfertigt
– durch diese Kriege wurden Menschen heimatlos und zu Flüchtlingen gemacht
– die illegalen Überwachungen der NSA, Massenspeicherungen etc. begründet
– die bürgerlichen Freiheiten nicht nur in den USA eingeschränkt und beschnitten und willkürliche Verhaftungen möglich gemacht
– die Staatskasse nicht nur der USA für Rüstungsausgaben geplündert zulasten von sozialen Aufgaben.

Von den Opfern an 9/11 fehlt von 1100 Menschen bis jetzt jede Spur, sie wurden komplett zu Staub aufgelöst. Ein Drittel der 20 000 gefundenen Leichenteile bestanden aus Knochensplittern von bis zu 1 cm Länge, zu einer Person gehörten 200 Teile. Zunehmend mehr Rettungskräfte leiden an Atembeschwerden und liegen im Sterben, da sie Glasstaub und feinste Nanopartikel (nanotubes) eingeatmet hatten.

Mit der Anerkennung der Beweise, dass an 9/11 das WTC gesprengt wurde, kann ein Weg frei werden, die wirklichen Täter und Planer im Hintergrund zu identifizieren und einem öffentlichen Verfahren wie dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal zu überführen.

Mehr unter www.ae911truth.ch

und hier eine weitere Kritik an Ruhserts Artikel und dessen unwissenschaftlichen Behauptungen aus der Sicht eines Ingenieurs.

Und hier das aktuelle Video zu einem Webinar zum Fall von WTC7 vom 9. Mai 2016 von Maschinenbauingenieur Tony Szamboti.

In die Ecke, du Psycho! – Metaphern für Skeptiker der 9/11-Story

In einem Artikel des Tagesanzeigers beschreibt der Journalist David Vonplon mit negativen Wertungen Menschen mit einer skeptischen Sicht auf die offizielle Erzählung der Geschehnisse am 11. September 2001. Dies zeigt sich in der Wahl der Metaphern und Zitate, mit denen er Skeptiker der offiziellen Erzählung von 9/11 marginalisiert und pathologisiert. Zudem verkürzt der Artikel im Tagesanzeiger Argumente und Anliegen, er stellt sie ohne Zusammenhang verzerrt dar und relativiert sie als saisonales Modephänomen.

Im vorigen Beitrag wurde der mehrfache Verstoss aufgezeigt, dass mindestens drei der Kritisierten nicht mit ihren besten Argumenten zitiert werden.

Die Analyse der in dem Artikel verwendeten Metaphern (unten zum Download) zeigt:

„In die Ecke stellen“ oder jemanden als „Galionsfigur“ zu bezeichnen, markiert ihn oder eine Gruppe bildlich als Aussenseiter. Werden dabei die Stichworte wie „Spinnerecke“ noch von den Betreffenden selbst als Verteidigung in einem Interview verwendet, dann hat Vonplon bei Zitaten seine Arbeit als Journalist anscheinend fachlich neutral sauber erledigt, wenn er diese Metaphern in den Text einfügt. Die Metaphern seiner Puzzle-Arbeit beschnittener Zitate zeigen jedoch auf der Bildebene, dass Menschen mit einer kritischen Haltung zu 9/11 als „im Abseits stehend“ dargestellt werden sollen.

Vonplon bebildert den Historiker Daniele Ganser mit der Metapher „Schweizer Galionsfigur“. Er dichtet ihm mit diesem etwas lächerlichen Bild die herausragende Stellung einer stummen Holzskulptur an, die bunt bemalt an einem Schiff hängt. Die gemeinsame Bildebene mit der Metaphern „in der Ecke stehen“ verweist auf das Alleinsein gegenüber etwas Grösserem, gleich ob ausgeschlossen am Rand oder herausgehoben am Bug. So stellt Vonplon in seinem Artikel die Skeptiker mit „einigen Leute“ als Minderheit dar, denen gegenüber er mit der Formulierung „die meisten Experten“ eine Mehrheit konstruiert, um den Minderheitenstatus einer kritischen Sicht auf 9/11 zu zementieren. Da viele Leser/innen sich eher auf der Gewinnerseite der Mehrheit wähnen möchten, hat dies die psychologische Funktion, dass sie eher intuitiv die negativ ausgestellte Minderheit ablehnen.

Der Autor stellt zudem die Kritik an 9/11 als Modeerscheinung dar und gesteht ihr somit doch auch eine grössere Verbreitung zu. Hingegen wertet er dies ab, wenn er mit Metaphern wie „Fülle“, „sich drängen“ und „Hochkonjunktur“ operiert. Damit werden Menschen, die kritisch auf das Handeln der US-Regierung schauen, als saisonales und chaotisches Phänomen konnotiert, das sich von selbst wieder legt und keine Auseinandersetzung lohnt. Die Bildunterschrift „Verschwörungstheorien halten sich noch“ etikettiert die skeptische Kritik pejorativ als substanzlos, denn es ist die Vorstufe zum Wanken und Fallen. Deren Autor möchte auf der Bildebene also auch hier ein baldiges Ende suggerieren.

Die Zitate von Dritten, die die Meinung und Wertung „paranoider Unsinn“ in den Raum stellen, scheinen die Pathologisierung einer regierungskritischen Haltung als Tatsache zu verkünden: Wer die Sicht der US-Administration nicht teilt, muss verrückt sein! Unterstrichen wird diese stark wertende Behauptung, wenn die Redaktion des Tagesanzeigers als Zwischenüberschrift in Fettschrift indikativisch als Feststellung einfügt:

Thesen sind „purer Unsinn“

Nach der Paranoia werden die Motive Geldgier und Geltungssucht nachgeschoben. Der Artikel diffamiert Andersdenkende also mit psychologischen Abnormalitäten, indem er Rolf Tophoven als  sogenannten „Terrorexperten“ zitiert und seine Meinung als Fakt ausgibt. Damit verstösst der Tagesanzeiger klar auch gegen seine 2. Eiserne Regel: „Der Text ist ausgewogen und fair.“

In der Analyse dieses Artikels im Tagesanzeiger zeigt sich, wie subtil Journalisten wie David Vonplon arbeiten, um Kritik an der offiziellen Erzählung vom 11. September abzuwehren. Durch Auslassungen, Fragmentierungen, De- und Rekontextualisierung und der Konstruktion von Zitaten als scheinbaren Fakten wird ein Artikel unterbreitet, der mehrfach – wie gezeigt – gegen die eigenen ethischen Regeln des Tagesanzeigers verstösst.

Die Zitierten kommen nicht mit ihren besten Argumenten zu Wort. Die Fakten stimmen nicht. Und der Text ist nicht ausgewogen und fair.

Letztlich kann er nur als Propaganda oder Manipulation gesehen werden.

Es schliesst sich die Frage an: Wer hat ein Interesse, dass dies so veröffentlicht wurde?

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Die Analyse des Artikels können Sie als pdf hier ganz lesen:

verletzung-ethischer-standards-beim-tagesanzeiger-im-bericht-ueber-911untersuchen

Artikel des Tagesanzeigers über 9/11 verletzt ethische Standards

PDF: verletzung-ethischer-standards-beim-tagesanzeiger-im-bericht-ueber-911untersuchen

Der Tagesanzeiger hatte in einem Artikel von David Vonplon über Menschen, die eine neue Untersuchung zum 11. September fordern,  mehrfach gegen seine „Eisernen Regeln“ als ethischer Grundlage  verstossen.

Eine gerade abgeschlossene Analyse des Artikels von 2011 ergab, dass dieser in mindestens drei Fällen die erste Regel missachtete, indem die Zitierten nicht mit ihren besten Argumenten widergegeben werden.

Ein Vergleich der Zitate mit den Einträgen von Dori Schaer, Klaus Stöhlker und Daniele Ganser auf 911untersuchen.ch ergab, dass vor allem die sachlichen Gründe und Fakten weggelassen wurden: Dazu zählen der Einsturz von Gebäude 7  des World Trade Centers und sein belegter Freier Fall, der physikalisch nur auf Sprengung beruhen kann, der Nachweis des Militärsprengstoffs Nanothermit, die Funde von geschmolzenem Eisen, die Reihe von False-Flag-Operationen der USA, der Insiderhandel an der Börse, wie auch die Bedeutung von 9/11 für die deswegen geführten Kriege und die Einschränkung der Bürgerrechte. Die Zitate verschweigen diese Fakten und geben also nicht die besten Argumente der Zitierten wieder.

  • Der Journalist David Vonplon zitiert nachweislich eher unbedeutende oder abwertende Abschnitte statt der besten Argumente.
  • Die Zitate fragmentiert und dekontextualisiert er: Sie werden aus dem Zusammenhang genommen, gekürzt und so verfälscht, dass der ursprüngliche Sinn nicht deutlich wird.
  • Vonplon rekontextualisiert die Ausschnitte: Er bringt sie in einen Zusammenhang wertender Aussagen Dritter, die mit Meinungen wie „paranoider Unsinn“ und „Verschwörungstheoretiker“ die Zitate in eine andere Richtung deuten und somit entstellen.

Der Tagesanzeiger hatte sich jedoch ethischen Standards verpflichtet. Zu den seit 2010 geltenden „eisernen Regeln“ zählen neben der 1. Regel „alle im Text Kritisierten kommen mit ihren besten Argumenten vor“, auch 2. „der Text ist ausgewogen und fair“ und 3. „die Fakten stimmen“.

Hinsichtlich der 3. Regel ist festzustellen: Die Fragmentierung und Dekontextualisierung führt zu einer Verfälschung der Zitate und der Fakten. Wenn Vonplon Zitate beschneidet und z.B. die Erklärung von Daniele Ganser zum Begriff „Verschwörung“ fortlässt, dass es sich dabei um eine geheime Absprache von mindestens zwei Menschen zum Schaden anderer handele, dann geht er der Sachfrage aus dem Weg, wie er den Begriff „Verschwörungstheorie“ versteht. In diesem eigentlichen Sinn ist die offizielle Erzählung der Bush-Regierung selbst eine Verschwörungstheorie. Gansers Bemerkung ist ohne die Erklärung  nicht zu verstehen.

Vonplon verweist in dem Artikel auch auf die behördlichen Untersuchungen (von der Regierungsbehörde NIST), die keinen Hinweis auf Sprengstoffe ergeben hätten. Er verschweigt dabei, dass – wie auf Anfrage von NIST zugegeben wurde – gar nicht auf Sprengstoff untersucht wurde, wie es bei Gebäudeeinstürzen nach der Richtlinie NFPA 921 zwingend vorgeschrieben ist. Der Verweis auf „behördliche Untersuchungen“ ist irreführend, da diese keinem wissenschaftlichen Peer-Review-Prozess unterzogen wurden und wesentlich ethische Standards, wie denen, z.B.  die Daten offenzulegen oder mit der wahrscheinlichsten Hypothese zu beginnen, vermissen lassen. Ereignisse, die einen grossen Verlust an Leben und Besitz bedeuten und die aufgrund einer kriminellen Handlung verursacht sein können, oder ein systemisches Problem, das wiederholt auftritt, sollten ehrlich und korrekt bearbeitet werden. Sonst werden Unterlassungen und falsche Darstellungen zu Synonymen einer „kriminellen Vernachlässigung“ (Vgl. die fehlende Ethik in den Untersuchungen zu den Twin Towers). Die Fakten stimmen also nicht, und somit verstösst der Artikel auch gegen Regel 3.

Der Text des Artikels ist zudem weder ausgewogen noch fair. Dies wird in der Analyse der im Artikel verwendeten Metaphern herausgearbeitet und im nächsten Beitrag aufgenommen, der aufzeigt, wie auch die Regel 2 missachtet wird.

Der Tagesanzeiger lässt also in einem Beitrag über Menschen, die eine Neuuntersuchung des 11. Septembers fordern, die wichtigsten Argumente und Fakten weg, die für eine Sprengung des World Trade Centers an 9/11 sprechen. Er verletzt mehrfach eigene journalistische und allgemeine ethische Standards, um eine Kritik der offiziellen Darstellung des 11. Septembers zu unterbinden.

Die ganze Analyse können Sie hier lesen:  verletzung-ethischer-standards-beim-tagesanzeiger-im-bericht-ueber-911untersuchen

Freier Fall der Pressefreiheit

Mein Online-Kommentar beim Tagesanzeiger war weg. In einem Artikel war der 11. September mit der offiziellen Erzählung der Attentäter und der symbolischen Bedeutung der Türme erwähnt worden. Darauf fragte ich kritisch nach dem Freien Fall von Gebäude 7. Es war der dritte Turm mit 47 Stockwerken, der senkrecht in 6.5 Sekunden komplett zerstört wurde. Die Regierungsbehörde NIST hatte den Freien Fall über 2.25 Sekunden von 8 Stockwerken anerkannt. Erklärt wurde er nicht. Es ist unmöglich, dass ein Bürobrand 80 Stahlsäulen auf einmal wegbrechen lässt!

Der Kommentar beim Tagesanzeiger aus Zürich war verschwunden. Er wurde nicht veröffentlicht.

Ich wollte wissen: Warum wurde mein Beitrag nicht freigeschaltet? Verstiess der Kommentar gegen irgendeine Norm? Durfte ich nicht schreiben, dass geschmolzener Stahl mehrfach dokumentiert und bezeugt wurde? Und Reste von Nanothermit im Betonpulver nachgewiesen wurden, einem Mittel, das 2001 nur in Speziallabors für Militärsprengstoff hergestellt werden konnte und bei 2500° C Stahl schneidet?

Ich schrieb an die Online-Redaktion des Tagesanzeigers- und erhielt keine Reaktion. Eine E-Mail an die Hauptredaktion – keine Reaktion. Eine Kopie an den Ombudsmann – nix.

Physikalische Beweise, Kritik und Nachfragen von über 2000 Ingenieuren bei einem Ereignis wie 9/11 ist doch ein gefundenes Medienfressen. Da gibt es zuhauf Beweise hochzuhalten, wie beim Prinzen, der Aschenputtels Schuh fand und sich auf die Suche machte.

„Ihrer Theorie fehlt die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit. Es ist sicher, dass sie von zukünftigen Generationen abgelehnt wird, wenn nicht von dieser.“

So schrieb der Physik-Professor John D. Wyndham, PhD, aus Cambridge an die Regierungsbehörde NIST. Die Physik beweist die Sprengungen an 9/11. Ob der Freie Fall und die Newtonschen Gesetze, Energieerhaltungssatz oder der geschmolzene Stahl. Es geschah nicht so, wie die US-Regierung uns erzählt. Warum stürzen sich Journalist/inn/en nicht darauf?

Die einen schweigen. Manche verstecken eine Nachricht im Text wie in einer Schüssel Erbsen und verdrehen sie am Ende. Die anderen stellen Fakten wie den Freien Fall von Gebäude 7 als „blosse Meinung“ dar. Und wer die offizielle Darstellung hinterfragt, wird ausgelacht und geächtet. Medien pressen ihre Abwertung in den zu kleinen Schuh. Sie versuchen sie als Tatsache und wollen uns glauben machen, sie sei die „echte Braut“. Doch Blut ist im Schuh. Die Wahrheit wurde beschnitten. Die Beweise für das eigentliche Verbrechen von 9/11 suchen sie noch immer zu verbergen.

Ein Staatsverbrechen gegen die Demokratie,

– das Angriffskriege begründete, vor denen Menschen zu uns flüchten.

– durch das Überwachung und Speicherung unserer Internet-, E-Mail und Telefondaten geduldet werden.

– mit dem Politiker die Folter, Missachtung der Menschenrechte und Tötung durch Drohnen begründen.

– bei dem immer noch Menschen an den Folgen sterben,

wie gerade Marcy Borders, die als die „Staubfrau“ bekannt wurde, nachdem sie sich aus dem Turm gerettet hatte:

Der Freie Fall von Gebäude 7 ist zum Fall der Pressefreiheit geworden.

Die Medien müssen tief gefallen sein, wenn sie einem Massenmord nicht nachgehen.

Machen wir uns auf die Spurensuche.